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Die Kliniktasche für Winterbabies – Was braucht man wirklich?

Was packt man alles in die Kliniktasche? Was muss wirklich hinein und wann sollte man sie packen? Lass uns das heute mal Schritt für Schritt durchgehen. Denn glaub mir, ich hab mir so viele Artikel dazu durchgelesen und letztendlich nach Bauchgefühl entschieden, weil für mich nichts passend erschien. Jede Geburt ist schließlich unterschiedlich (sagt die Erstgebärende ähem…) und zumindest ich gehöre zu den Menschen, die für alle Fälle gewappnet sein wollen.

Vielleicht gehörst Du ja auch zu dieser Sorte „Bald-Mama“ und kannst Dir ein wenig Inspiration für Deine Kliniktasche aus diesem Beitrag mitnehmen. Denn darum geht es mir heute: Ich will Dir erzählen, was ich in meine Kliniktasche gestopft habe und wieso. Ob Du das genauso machst, bleibt Dir überlassen. 😉

Was ist in meiner Tasche und wieso?

Ich hab Dir hier einfach mal alles zusammengesucht, was in den letzten Tagen und Wochen so in meine Kliniktasche gewandert ist. Unter dem Bild findest Du neben dem Wieso? auch eine kleine Linksammlung zu den jeweiligen Teilen – für den Fall, dass Du denkst: Oha, das brauch ich auch noch. (Bei den Links handelt es sich um Partnerlinks.)

Die-Kliniktasche-das-muss-rein-Übersicht

Kleidung für die Mama

Es ist Januar … deswegen ist meine Kliniktasche naturgemäß für ein Winterbaby inkl. Mama gepackt. Trotzdem verzichte ich bewusst auf „warme“ Kleidung, denn im Kreissaal sind es satte 25°C und ich schwitze eh leicht. Was soll ich da also mit dickem Wollpulli?

Die lange Hose hingegen gebe ich wohl so schnell nicht mehr her! Und offen gestanden trage ich sie nahezu täglich, denn sie ist weich, kuschelig und sooooo bequem. Vor allem dann, wenn mal wieder alles zwickt und der Rücken weh tut.

Neben der Hose habe ich mir noch zwei weite T-Shirts und warme Rutschsocken eingepackt. Warme Socken sollen – laut meiner Hebamme – nämlich Wehen begünstigen. Und da ich chronisch kalte Füße habe, konnte ich den Äffchen-Socken mit Bananen drauf nicht widerstehen. Man dümpelt ja eine Weile im Krankenzimmer herum, bis es in den Kreissaal geht … und da will ich einfach bequeme Kleidung haben. Das gilt übrigens auch für die Schuhe. Und damit ich mir nicht die Hausschuhe vom Herzmann mopsen muss, habe ich mir kurzerhand meine eigenen, allerersten Crocs bestellt. 🙂

Das Nachthemd ist eher für die Zeit gedacht, in der das #mohntagsbaby schon da ist. Allerdings wäre ich ohne den großartigen Tipp einer Freundin nie darauf gekommen, mir ein Nachthemd zuzulegen! Es macht aber absolut Sinn, wenn es ans Stillen geht. Denn mit der Knopfleiste muss ich mich nicht ständig oben ohne ausziehen, um zu stillen. Kommt ja schließlich auch ständig wer ins Zimmer … und ein T-Shirt ist schwerer an- und ausgezogen als einfach ein paar Knöpfe zu öffnen, um das #mohntagsbaby an die Milchbar anzudocken. Außerdem: Sollte ich – warum auch immer – doch nicht um einen Kaiserschnitt herum kommen, habe ich ein Nachthemd und keinen Hosenbund, der vielleicht auf die Narbe drückt. Also yay, Nachthemd! Probegetragen habe ich es schon ein paar Nächte lang und es ist super kuschelig, ohne beim Umdrehen hochzurutschen. ❤

Gleiches gilt für den Still-BH … also nicht das Hochrutschen, sondern der Kuschelfaktor. Den solltest Du Dir übrigens unbedingt eine Nummer größer kaufen, denn die Brust wird durch den Milcheinschuss ja nochmal größer. Den BH, den ich Dir hier aufgelistet habe, habe ich mir übrigens gleich mehrfach geleistet. Der ist super bequem und stützt auch bei großer Oberweite (ich bin momentan bei 95D) perfekt! ❤

Kleidung fürs Baby

Auch das #mohntagsbaby braucht ein paar Klamotten. Wir können es ja schließlich nicht nackt nach Hause bringen. Und selbst wenn das Krankenhaus im Notfall Kleidung vorrätig hätte, möchte ich dem Minimenschen dann doch etwas Eigenes anziehen.

Für Winterbabys empfehle ich Dir deshalb einen Strampler (50/56), einen Langarmbody (50/56), ein kuscheliges Jäckchen (50/56), einen Schneeanzug (62/68), eine Mütze (56), Söckchen und – selbst wenn er nicht in die Tasche passt – einen Autositz für die Heimfahrt.

Beim Schneeanzug solltest Du darauf achten, dass zumindest das Innenfutter aus Baumwolle und nicht aus Polyester ist. Gleiches gilt für das Mützchen. Du glaubst nicht, wie viele Baby-Wintermützen ein Polyesterfutter haben. Bäh!

In den Kiddy-Autositz bin ich übrigens total verliebt … denn neben Iso-Fix-Anbringung hat der im Vergleich zu Maxi Cosi eine Liegefunktion für längere Strecken und das #mohntagsbaby wird (mit den erwarteten 4kg) lange, lange dort hinein passen. Ein Maxi Cosi ist einfach viel kleiner, das fiel uns im Laden direkt auf. Deswegen haben wir uns für ein Modell entschieden das man nicht direkt nach 3-4 Monaten ersetzen muss, weil das Kind nicht mehr reinpasst.

Beruhigendes für die Mama

Dass die Geburt kein Zuckerschlecken wird, ist mir klar. Aber man kann versuchen, es sich so angenehm wie möglich zu gestalten. Deshalb habe ich mir ein paar Sachen eingepackt, die mir durch die wohl unangenehmsten und gleichzeitig schönsten Stunden meines Lebens helfen werden:

Ich finde es beispielsweise super angenehm, einen beruhigenden Duft bei mir zu haben. Gegen Übelkeit oder Angst helfen mir Zitrone oder Minze total gut und für die Entspannung habe ich mir ein Harmony Duftöl ausgesucht … einfach weil es super angenehm riecht.

Um mir die Zeit bis zu den Arschloch-Wehen zu vertreiben, wo ich sicherlich keinen Input von Außen mehr gebrauchen kann, habe ich mir ein paar Playlists gebastelt, die ich dann hören kann. Weil im Kreissaal aber absolutes Handy-Verbot herrscht, habe ich mir einen MP3-Player besorgt, um trotzdem meine Musik hören zu können.

Der ist außerdem auch mega praktisch, wenn es ein Kaiserschnitt werden sollte. Das #mohntagsbaby lag ziemlich lange quer, weshalb wir sogar schon einen Termin hatten. Allerdings hat sich das Kind letztendlich doch noch entschieden sich zu drehen. Weil aber immer mal was ein kann und es aus irgendwelchen Gründen nicht weitergeht, das Kind stecken bleibt oder sonst was, habe ich bei der Besprechung des Kaiserschnitts direkt gefragt, ob ich neben dem Mann auch Musik mit in den OP nehmen darf. Und in der Mainzer Uniklinik darf man das- natürlich ist das von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich. Frag einfach mal nach. 🙂

Für den Rücken und die damit verbundenen Schmerzen haben wir uns ein paar Igelbälle angeschafft. Die sind jetzt schon Gold wert, denn bei den Senk- und Übungswehen tut der Druck und die kreisende Bewegung mit den Bällen im unteren Rücken wirklich gut. Probier es einfach mal aus, ob Du dabei gut entspannen kannst. Mir haben sie bisher gute Dienste getan. 🙂

Neben einer Sporttrinkflasche – aus der es sich während den Wehen hoffentlich leichter nuckeln lässt – sind auch ein Lippenpflegestift und ein Thermobecher in der Tasche gelandet. Der Lippenbalsam soll wohl rissigen Lippen vorbeugen. Ich bin nicht sicher, ob ich ihn brauchen werde, aber dabei haben schadet nichts. Durch den Mund atmen werde ich schließlich eine ganze Menge. 🙂

Der Thermobecher hingegen ist wieder so ein Gold-wert-Tipp einer Freundin. Die hat mir nämlich den Tipp gegeben, Fruchtsaft als Eiswürfel einzufrieren und mitzunehmen. Die kühlen und geben gleichzeitig ein bisschen Kraft, wenn man denkt man wird irre. Also packen wir – sobald es los geht – den gefrorenen Fruchtsaft in den Becher. Mal schauen, ob ich darauf Lust habe.

(Nerven-)Nahrung für den Papa

Oh ja. Auch der Papa braucht Stoff, denn hilflos daneben sitzen und sich – vermutlich – anschreien lassen, ist auch anstrengend. Für den werdenden Papa haben wir deshalb einen Rucksack gepackt, der Proteinriegel, Müsliriegel, Salzbrezeln, gesalzene Nüsse, Traubenzucker und Apfelschorle in kleinen PET-Flaschen enthält. Je nachdem wie lange es dauern wird und ob mir nach Essen ist, profitiere ich sicherlich auch von so einem Proteinriegel. Aber hauptsächlich soll das Zeug den Herzmann wach und bei Kräften halten. Der wird schließlich als moralische Stütze gebraucht und ist – bei mangelnder Nahrung – eher nicht zu gebrauchen.

Was man noch so braucht

Alles, was ich in der Tasche habe, ist natürlich nicht auf dem Bild. Waschzeug, Zahnbürste, Unterhosen usw. sind einfach Sachen, die jeder für sich packt. Und ich bin sicher, dass Du auch eine Toilettentasche hast, in der die üblichen Verdächtigen landen, wenn es auf Reisen geht.

Den einzigen Tipp, den ich Dir hier geben will ist der, einfach alles doppelt zu kaufen. Ich habe nämlich keine Lust, mit beginnenden Wehen noch meine Badsachen einzupacken. Da vergesse ich eh die Hälfte.

In meiner Toilettentasche lagern also in Zweitbesetzung

  • 6 Paar Unterhosen (auch wenn das sicherlich zu viel ist),
  • eine Zahnbürste,
  • Deo,
  • Waschlappen und Handtücher,
  • Zahnpasta,
  • Einwegrasierer,
  • Binden für den Wochenfluss,
  • Shampoo,
  • Duschgel,
  • Newborn-Windeln für’s #mohntagsbaby
  • und eine Bürste.

Damit sollte ich je nachdem wie lange ich im Krankenhaus bleiben muss, über die Runden kommen, ohne mich wie ein Waldschrat zu fühlen.

Außerdem nehme ich noch mein Stillkissen mit. Das habe ich hier (noch) nicht verlinkt, weil es selbst genäht ist. Mir sind die Kissen, die man im Laden kaufen kann, einfach zu klein und unbequem gewesen. 😉 Aber, die Anleitung + Schnittmuster für ein Still- und Lagerungskissen Marke Eigenbau ist als Blogpost eingeplant und wird hier ergänzt, sobald alles online ist.

Wann sollte man die Tasche packen?

Der #mohntagsbaby-Termin rückt nämlich näher (18. Januar…). Theoretisch kann es jede Sekunde soweit sein und ich bin sehr froh, dass Tasche und Rucksack fertig gepackt in unserem Schlafzimmer stehen. Kann ja sein, dass der Herzmann in der Schule ist und ich allein zu Hause bin. Oder dass es uns buchstäblich mitten in der Nacht aus dem Bett reißt. Wer weiß das schon?

Trotzdem will ich hier noch einmal kurz eine Sache sagen: Gepackt haben wir ungefähr in der 36 SSW. Und ich bin froh, dass wir das gemacht haben, weil es einfach ein beruhigendes Gefühl ist.

Es macht aber auch überhaupt nichts, wenn Du später packst oder die Tasche noch nicht gepackt ist, wenn es los geht. Denn: Wichtig ist erstmal, dass der kleine Mensch wohlbehalten auf die Welt kommt. Fehlenden Scheiß kann man immer noch holen oder von Freunden in die Klinik bringen lassen.

Alles drin?

So … das wäre sie also, meine Kliniktasche für’s #mohntagsbaby. Ob ich wirklich alles habe, kann ich nicht sagen, aber vielleicht hast Du ja noch einen Tipp, was ich noch einpacken oder nachliefern lassen kann? Schreib’s mir in die Kommentare! Ich bin gespannt! ❤

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