#BlogMuse, Kolumne
Kommentare 24

So berechnest Du als Blogger Dein Honorar

Ich habe es Dir versprochen und heute ist es soweit. Die Mini-Serie Faire Blogger Kooperationen geht endlich (!) weiter, denn wir besprechen, wie Du als Blogger Dein Honorar für Kooperationen berechnen kannst. Und es ist wichtig, dass wir das mal ansprechen … und zwar offen.

Ich sage gleich dazu, dass es nicht DER Weg ist. Es gibt viele Möglichkeiten sein Honorar zu bestimmen und jeder Freiberufler macht das unterschiedlich. Aber es nervt mich über alle Maßen, dass oberflächlich immer für Transparenz plädiert wird, man aber – wenn es um die Frage nach dem Geld geht – immer mit einem „Setze einen Betrag für Dich fest, mit dem Du Dich wohlfühlst.“ abgespeist wird.

Als junger/ unerfahrener Blogger, der im Leben noch nicht einmal freiberuflich gearbeitet und auch sonst keine Erfahrungen in diesem Gebiet hat, stellt die Berechnung deshalb eine ziemliche Hürde und Hemmschwelle dar.

Ich gehe sogar soweit, zu sagen, dass genau hier die Wurzel des Übels liegt, wenn es darum geht, zu wenig zu berechnen und sich unter Wert zu verkaufen.

Als Angst davor, zu teuer zu sein oder aus Angst davor, nicht gut genug zu sein für das, was man leistet, verschenken viele Blogger ihre Leistungen quasi umsonst. Und das Traurige an der Sache ist, dass der Großteil aller Firmen – verständlicher Weise – profitorientiert akquiriert. Das bedeutet, dass sie wohl kaum einem jungen Blogger sagen werden: „Hör mal … das ist aber schon recht wenig, was Du da verlangst! Berechne mal mehr!“

Wir müssen also mutiger werden und darauf achten, uns nicht unter Wert zu verkaufen.

Und glaub mir … so erfahren das jetzt hier alles klingen mag … ich war genau in der gleichen Situation als ich angefangen habe: vollkommene Verunsicherung darüber, ob ich überhaupt etwas verlangen kann und wenn ja, wie viel überhaupt.

Mutig sein!

Mein Augenblick der Erkenntnis hat sich über mehrere Monate hingezogen und ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich ohne meine Erfahrungen aus der Freiberuflichkeit (als Lektorin während meines Studiums) längst nicht soweit wäre wie jetzt.

Trotzdem haben Gespräche mit erfahrenen Bloggern, eigene Recherchen was das Honorar von Freiberuflern angeht und letztendlich die Wertschätzung meiner eigenen Arbeit als solche (nämlich Arbeit) wesentlich dazu beigetragen, dass ich mir ein Herz gefasst und tatsächlich angefangen habe, für meine Leistung das zu berechnen, was sie wert ist. Einen Betrag also, mit dem ich mich wohlfühle. Und den dröseln wir jetzt gemeinsam auf!

Ein Betrag von bis …

Wenn wir mal überlegen, dass nicht fest angestellte Redakteure, Layouter oder Art Direktoren pro Stunde zwischen 90,- und 150,- EURO verdienen, müssen wir Blogger – so wir es denn professionell machen – mit Sicherheit nicht hinterm Berg verstecken, auch wenn wir es nicht per Studium oder Ausbildung gelernt haben. Kreatives Können hat meiner Meinung nach nämlich nichts mit einer Ausbildung zutun.

Basierend darauf ist meine Empfehlung für den Ausgangswert eines Honorars deshalb ein Betrag, der zwischen 50,- und 70,- EURO pro Stunde liegt.

Ich sage bewusst pro Stunde, weil ich kein Freund von festen Pauschalen bin. Ich verschicke im Angebot zwar auch eine Pauschale, berechne die pro Kunde aber immer individuell, da es sein kann, dass es mal mehr und mal weniger Aufwand ist.

Was enthält die Pauschale?

In meinem Beitrag darüber, wie man ein Angebot erstellt, habe ich Dir ja schon gesagt, nach welchen Posten Du Dein Angebot aufschlüsseln solltest, damit für das Unternehmen verständlich ist, wie sich Deine Preise zusammensetzen.

Eine Beispielrechnung

Wir berechnen das deshalb jetzt also mal anhand eines Beispiels für ein DIY:

Gehen wir mal davon aus, dass Du für Dein DIY Materialkosten im Wert von 25,- EURO hast. Du gehst davon aus, dass Du für das Basteln, das Schreiben des Beitrags, das Redigieren, das Erstellen und Bearbeiten ansprechender Bilder und ggf. das Social Media Marketing 6 Stunden brauchst (und da wären wir bei einem einfachen DIY ohne Schnickschnack wie Printables, Schnittmuster, Videos etc.).

Nehmen wir jetzt mal den Mindestwert von 50,- EURO pro Stunde. Dann würde das bedeuten, dass wir

Stundensatz x Stundenlohn + Materialkosten nehmen.

Hier ist aber der Followerwert bzw. Deine Reichweite noch nicht dabei, den es ja auch zu berücksichtigen gilt.

Und was das angeht, kann ich Dir eine tolle Berechnungsformel empfehlen, die ich bei Janneke von Blog Your Thing gefunden habe. Sie hat sich nämlich auch schon zu diesem Thema schlau gemacht, recherchiert und verschiedene Honorar-Berechnungsmodelle getestet.

Übernommen habe ich von ihr diese Formel zum Berechnen des Follower-Werts:

  • 10% – ca. 5,000 Unique Visitors / Monat –> Follower-Wert: 1,1
  • 20% – ca. 10,000 Unique Visitors / Monat –>Follower-Wert: x 1,2
  • 25% – ca. 20,000 Unique Visitors / Monat –>Follower-Wert: x 1,25
  • 30% oder mehr – 50,000 oder mehr Unique Visitors / Monat –>Follower-Wert: x 1,3

Quelle: Janneke | Blog your Thing

Wenn wir jetzt also die Berechnung von oben um den jeweiligen Followerwert ergänzen würde das wie folgt aussehen:

Stundensatz x Stundenlohn x Followerwert + Materialkosten

Und das ergäbe in unserem Fall, wenn wir den geringsten Followerwert nehmen:

6 x 50,00 x 1,1 + 25 = 355,00 EURO 

Was kommt dazu?

Wenn Du Dein Angebot schreibst, würde ich von vornherein festlegen, dass maximal 2 Korrekturläufe für Text und Bildmaterial im Preis mit inbegriffen sind. Jeder Mehraufwand, der darüber hinaus geht, wird nachberechnet mit dem Stundensatz, den Du für Dich festlegst. So stellst Du sicher, dass das Unternehmen nicht Änderung um Änderung um Änderung verlangt und Du Stunde um Stunde um Stunde umsonst zusätzlich arbeitest.

Bildlizenzen

Die dürfen wir nicht vergessen. Denn wenn das Unternehmen die Bilder für eigene Marketingzwecke weiterverwenden will, sollten wir diese Bilder nicht umsonst herausgeben. Solange die Bilder von guter Qualität sind, ansprechend gestaltet und nicht pixelig oder unter- bzw. überbelichtet … sprich … solange das Unternehmen Interesse an Deinen Bildern hat, sollte dafür auch die übliche Bildlizenz gezahlt werden. Und die startet bei 150 Euro pro Bild.

Wenn Du Dich genau über Bildlizenzen informieren möchtest, kannst Du das hier tun, denn die Mittelstandsgesellschaft Fotomarketing (MFM) hat eine wirklich gute Übersicht für die aktuellen Honorare für Fotonutzungen zusammengeschrieben. Sollte es dazu Rückfragen geben, kannst Du Dich notfalls auch immer auf die MFM beziehen.

Gar nicht so schwer, oder?

Wie gesagt: Das, was ich Dir gerade an einem Beispiel gezeigt habe, ist EIN Weg, sein Honorar als Blogger zu berechnen. Ich bin sicher, dass es noch viele andere Ansätze dazu gibt und es letztendlich auch darauf ankommt, wie gut Du im Gespräch mit Unternehmen verhandeln kannst.

Trotzdem glaube ich, dass Dir diese Beispielrechnung eine Hilfe und Stütze sein kann, mal den Zeh ins kalte Wasser der Blogger Freiberuflichkeit zu halten. Denn so ganz ohne Schwimmhilfe ist’s dann doch ziemlich groß und tief, gell?

Übrigens hat auch Caro von madmoiselle.com auf ihrem Coaching-Blog Caroline Preuss aufgeschrieben, wie sie ihr Honorar bei Kooperationen berechnet.

So ein heißes Eisen ist’s letztendlich dann doch nicht und wir tun uns doch alle eher gegenseitig einen Gefallen, wenn wir uns gerade in den Anfängen dabei helfen, faire Honorare zu berechnen. Denn nur so schaffen wir es meiner Meinung nach, gegen die Dumping-Preise, die leider noch viel zu präsent in der Bloggosphäre sind, vorzugehen!

Was meinst Du?

 

24 Kommentare

  1. pretty you sagt

    Hallo Yvonne,
    ich habe meistens feste Preise und berechne nach Länge des Textes, Anfahrt, Postings etc. Aber deine Tipps helfen mir, da vielleicht mal umzudenken. Denn nach Stunden habe ich nicht berechnet bisher und auch nicht mit dem Faktor.

    Lieben Dank!

    Viele Grüße

    Christine

    von Pretty You

    Gefällt 1 Person

    • Hey Christine, das ist aber auch eine interessante Herangehensweise. Fahrtkosten müssen – so man denn reisen muss – natürlich auch immer mit rein. Bzw. wenn man Workshops hält oder auf Messen eingeladen wird, um dort zu sprechen, sollten mal mindestens Reisekosten und Unterkunft drin sein 🙂 Berechnest Du bei Länge des Textes dann nach Zeichenzahl? Das kenne ich noch aus dem freien Lektorat 🙂 Liebe Grüße, Yvonne

      Gefällt mir

  2. Whow! Ich danke Dir für diesen Content!
    Sehr, sehr geiler Content!
    Jedoch – € 50,- ist für den Anfang pro Stunde gut. Sollte der Mensch, u.a. wegen guter Geschäfte mehrwertsteuerpflichtig werden, so ist das definitiv zu wenig. € 60,- die Stunde, wenn man grad ein bisserl mehr als Existenzminimum am Ende raus haben will. Jeder Euro dadrüber erweitert die Komfortzone und es ist mal was drin!

    Jetzt meld ich mich erst mal für Deinen Newsletter an, denn ich bin grad so lapidar auf FB über Dich gestolpert. Gut wenn der Mensch Werbung macht, dann wird er auch gefunden!

    Ich freue mich auf sehr viel mehr von Dir –

    Herzlichst

    SejKona

    Gefällt 1 Person

    • Hey SejKona, danke Dir für Dein Feedback. 🙂 Um mehrwertsteuerpflichtig zu werden, muss man ja erstmal den Freibetrag pro Jahr knacken und ich glaube spätestens wenn das der Fall ist, hat man eine entsprechende Followerzahl und Reichweite, die einen höheren Stundensatz zulässt. Mir war wichtig, von diesem Vorurteil wegzukommen, dass man Mindestlohn von 8,50 pro Stunde, ganz umsonst oder unter 150€ insgesamt arbeiten soll. Das ist leider gerade bei Bloggern immer noch Thema: Gar nicht vergütet werden, mit Produkten vergütet werden usw. Das sind letztendlich alles Minusgeschäfte für den Blogger, wenn man bedenkt, dass man am Ende ja alles versteuern muss 🙂 Liebe Grüße, Yvonne … ach und wegen dem Newsletter. Das ist momentan noch der WordPress-Allert für neue Beiträge. Ich stecke ja immer noch im Relaunch und wenn der durch ist, wird es einen richtigen Newsletter geben 🙂

      Gefällt 1 Person

  3. Liebe Yvonne,

    klasse, endlich mal eine Bloggerin, die das Thema Honorarfindung unternehmerisch richtig angeht und für mehr Transparenz in der Bloggerszene sorgt.
    Dankeschön!

    Herzliche Grüße,
    Ulrike

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Ulrike. Gerne. Ich freue mich sehr , dass das so gut ankommt. Es ist einfach besser um als Blogger ein Standing zu kriegen gegenüber Firmen 😊 Liebe Grüße

      Gefällt mir

  4. Das ist interessant für mich. Obwohl ich schon sehr lange selbständig bin, habe ich für’s Bloggen keinen Plan für die Bezahlung. Ich hatte schon Angebote wie „Testen Sie unsere Briefumschläge und veröffentlichen Sie darüber einen Blogbeitrag, die Umschläge dürfen Sie als Dankeschön behalten“ HAHAHA!!!. Darauf kann man ja wirklich nicht reagieren. Oder „Für Ihren Beitrag setzten wir Ihnen ein Backlink“ (auf einer völlig irrelevanten site)….Gut, dass hier Zahlen genannt werden! Grüße Sigrid

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Sigrid. Ja, das gibt es leider (noch) viel zu oft. Die Zahlen sollen auch lediglich eine Orientierung sein, um überhaupt mal anzufangen. Sicher gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen aber mir war es wichtig einfach mal zu zeigen wie ich es mache 😊 Liebe Grüße

      Gefällt mir

  5. Hi Yvonne!
    Ich kann gar nicht oft genug „Gefällt mir“ drücken und Herzchen verteilen für Deine Blog-Muse-Reihe! Und speziell dieser Post kommt sowas von genau richtig!

    Hier trudeln gerade regelmäßig Anfragen ein und ich bin immer noch hin- und hergerissen zwischen „Cool, ich kann Geld verdienen“ und „Soll ich mich wirklich vom bequemen Hobby-Blogger-Dasein wegbewegen und mich um Zahlen, Rechnungen und Angebote kümmern (müssen)?“.

    So ganz schlüssig bin ich mir noch nicht. Aber mein Media Kit ist bereit, sollte ich mich für Plan A entscheiden. Und was Honorare und Angebotserstellung angeht, weiß ich ja immer, wo ich nachschauen kann. Das ist wirklich extrem hilfreich.

    Ein dickes Dankeschön nochmal an Dich und liebe Grüße!
    Marion

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Marion, ich freue mich so sehr über Dein Feedback! Ich denke immer, dass sich Liebe zum Hobby und das Hobby finanziell unterstützen oder es sogar zur (Teil-)Selbstständigkeit ausbauen, nicht ausschließen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wofür Du Dich entscheidest. Fühl Dich lieb gedrückt! Yvonne

      Gefällt 1 Person

  6. An ein Blogger-Honorar mag ich ja noch garnicht denken 😁🙈
    trotzdem finde ich deinen Artikel wirklich sehr informativ und ich denke, dass man sich generell für Dinge, die man selber macht und an den Mann bzw. die Frau bringen will, gerne unter Wert verkauft! Vorallem, wenn man das eben nicht gelernt hat.
    Bei mir sind es momentan noch Torten oder kleine Näh-Auftragsarbeiten, die ich für Freunde und Bekannte mache, da darf ich ja nur die Ausgaben verlangen, freue mich dann aber natürlich trotzdem über eine Spende.
    Wenn allerdings der Satz kommt „sag doch einfach wie viel du willst“, bleib ich oft einfach dabei, ihnen die Arbeitsstunden zu nennen.
    Ich Fänge im Herbst meine Konditorenausbildung an und weiß, dass sich selbst mein zukünftiger Chef schon schwer tut, Preise für Torten ordentlich zu kalkulieren.

    Dass es bei Kooperationen mit Firmen natürlich anders läuft, ist selbstredend… 😉 Vorallem stehen da dann ja auch ganz andere finanzielle Mittel dahinter als bei Privatpersonen.

    So, viel Text, der eigentlich gar nicht soo viel mit dem Post zu tun hatte 😅
    Schönen Abend noch!

    Gefällt 1 Person

    • Hey Tina. Das macht doch nichts. Ich verstehe das total, dass man sich schwer tut, einen Preis festzulegen. Allerdings kann man das meiner Meinung auch bei Freunden und Familie tun 😉 einen Externen müssten sie schließlich auch vergüten. Ein Beispiel. Mein Mann zeltet gerne mit einer Mittelaltergruppe und die haben herausgefunden, dass ich gut nähen kann. Du kannst Dir vorstellen, wie viel Schmeicheleien und Bitten mich dann erreicht haben. Irgendwann hatte ich so viel zutun, dass ich selbst nicht mehr zum Basteln gekommen bin. Also habe ich beim nächsten „Auftrag“ gesagt, dass das Materialkosten und Arbeitsstunden mit Betrag X sind. Ein paar haben das so gar nicht verstanden aber die Mehrheit hatte Verständnis. Es ist schließlich die eigene Freizeit, die da flöten geht 😉 Ich wünsche Dir ganz viel Spaß bei Deiner Ausbildung. Das klingt mega spannend … und lecker 😀 Liebe Grüße, Yvonne

      Gefällt 1 Person

  7. Tabea sagt

    Oh Yvonne, du bist ein Engel. Auch wenn es bei mir mit den Kooperationen trotz verschickter Anfragen nicht klappen will, so freue ich mich doch, dass du diese Reihe nun so schnell nach deiner Rückkehr in die Bloggerwelt fortsetzt.

    Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich das Thema Geld immer etwas doof finde. Ich kann ja keine gelungene Kooperation als Referenz vorweisen, um ein Unternehmen von mir zu überzeugen. Und da meine Reichweite im Verhältnis zum Alter des Blogs mickrig ist (über 4 Jahre und keine 2000 Seitenaufrufe im Monat), habe ich immer das Gefühl, mein Blog sei sowieso schon uninteressant, auch wenn ich kein / kaum Geld verlangen würde. Und die Absagen und ignorierten Anfragen der letzten Monate haben mich in dem Glauben nur bestärken können.

    Ich wusste gar nicht, dass Stundenlöhne bei Redakteuren so „hoch“ ausfallen… irgendwie habe ich immer den Mindestlohn mit knapp über 10 Euro vor Augen und dann das Gefühl, dass man schon gut verdient, wenn man 20-30 Euro die Stunde hat. Dass allerdings Kreativität deutlich mehr kosten darf und meist auch tut, finde ich ziemlich gut -denn man kann sich dabei ja nicht so sehr darauf verlassen, immer was gutes zur richtigen Zeit zustande zu bringen. Ein Job an der Kasse bei Aldi ist einfach planbarer als wenn man z.B. selbstgemalte Bilder vertreiben will, wo sich jedes Mal die Frage stellt, ob man eine Idee hat UND sich ein Abnehmer findet.

    50 bis 70 Euro klingen für mich schon nach einer Menge – aber das hängt wohl auch von der Reichweite ab und dem, was man als Arbeitszeit anrechnet, oder?

    Dass du deinen errechneten Wert nach Jannekes Methode mit einem Wert multiplizierst, um die Reichweite zu berücksichtigen, klingt für mich echt praktikabel und sinnvoll. Aber auch da stelle ich fest, dass mein Blog einfach zu klein ist… ich bin ja von dem untersten Wert noch meilenweit entfernt. Mein Blog scheint echt keiner zu sein, der viele Menschen begeistern kann – oder liegt das an meiner Ablehnung gegenüber Instagram und Facebook?

    Das mit den limitierten Korrekturläufen klingt auch sehr plausibel – denn ich bin auch kein Freund von Pauschalen, wo man am Ende mehr arbeitet, als geplant war.

    Und wow – Bildlizenzen sind ja echt teuer. Da würde es sich ja fast lohnen, das Fotografieren und Bearbeiten endlich mal etwas besser zu lernen 😉

    Ich glaube, ich lese dann noch mal bei Caro rein und träume weiter davon, jemals Geld zu verdienen.

    Liebe Grüße

    Gefällt mir

    • Hey Tabea, erst einmal vielen Dank für Dein liebes Feedback. Ich freue mich da jedes Mal so sehr drüber! Der Betrag 50 bis 70 hängt nicht von der Reichweite ab. Ich habe das einfach mal als Spielraum festgelegt, in dem man sich bewegen „kann“. Wo man sich ansiedelt, ist Geschmacksache. Das klingt jetzt blöd, aber ich denke, dass man als Freiberufler nicht unter 50€ gehen sollte, wenn man nach Stunden geht. Die Löhne der Freien, die ich kenne, bewegen sich alle in diesem Radius, das ist etwas anderes als eine Festanstellung mit 13-20 Euro die Stunde, schließlich muss man als Freiberufler ja alles aus eigener Kasse zahlen. Rentenversicherung (optional, aber sicherlich sinnvoll) Krankenversicherung usw. Da reichen 13 Euro im Leben nicht aus.

      Und tatsächlich machen die sozialen Medien einen ziemlich großen Teil der Reichweite aus, in dem Sinne, dass man mit anderen interagieren kann und die überhaupt erst auf den eigenen Blog aufmerksam werden. Man kann die schönsten Inhalte haben, aber wenn man „unter Radar“ fliegt, findet einen keiner. Wie sieht es bei Dir denn mit Pinterest aus? Wäre das vielleicht etwas für Dich? In Kombination mit Instagram vielleicht? Du kannst Deinen Account ja auch ausschließlich auf Bloginhalte hin gestalten und musst nichts Privates preisgeben. Und Pinterest ist … genau wie Google eine Suchmaschine. Sehr viel Traffic kommt bei mir über Pinterest. Ich pinne sehr viel fremden Content von anderen Kreativen und zwischendurch auch immer mal wieder Sachen von mir 🙂 Und das funktioniert super. Was ich Dir auch noch empfehlen kann sind Handmade Kultur Food- und Craftgawker. Dort kannst Du Deine Tutorials/DiYs usw. auch teilen 🙂

      Probier das doch mal aus für 4 Wochen und schau, ob sich bei Deinem Traffic was tut 🙂

      Liebe Grüße
      Yvonne

      Gefällt 1 Person

      • Tabea sagt

        Also Pinterest kostet mir einfach zu viel Zeit (weil die Gefahr so groß ist, dass ich mich selbst von Link zu Link klicke ;)), deswegen nutze ich das nur privat. Aber über instagram denke ich gerade noch nach – nur ist eben auch das ein zusätzlicher Zeitaufwand. Mit Twitter habe ich einfach eine Plattform gefunden, die ich mag… Nur leider eben keine, die viel Traffic bringt.
        Ich hab aber schon einen Blogpost zu der Thematik angefangen und werde mal weiter darüber nachdenken.

        Liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

      • Bei Pinterest kannst Du beispielsweise Tailwind nutzen und Deine Posts planen 🙂 Sag mal Bescheid, wenn Du bei Instagram startest, falls Du Dich dafür entscheidest 🙂 Liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

  8. Pingback: So berechnest Du als Blogger Dein Honorar — mohntage | Leoconom = Wissen & Loyalität

    • Danke Dir. Genau, es ist ein Start zur Orientierung wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll 🙂 Nach oben hin ist sowieso alles offen, je nach Etablierung, Impact und Reichweite. Liebe Grüße, Yvonne

      Gefällt mir

  9. Pingback: Sonntags Top 7 #70 | antetanni sagt was | antetanni

  10. Liebe Yvonne,
    vielen Dank für den tollen Beitrag. Da ich schon viele Jahre als Grafikdesignerin selbständig bin (und es lange genug gedauert hat, bis ich anständige Stundensätze verlangt habe) war mir klar, dass ich meine Arbeit auch als Blogger nicht „verschenken“ kann, auch wenn ich einen (bisher noch recht kleinen) Gartenblog schreibe. Die Tabelle mit dem Reichweitenfaktor ist Gold wert für mich, da mir bisher noch nicht klar war, wie ich die Reichweite einfließen lassen soll. DANKE!!
    Liebe Grüße,
    Caro

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Caro. Das freut mich sehr. Die Reichweitentabelle habe ich bei Janneke gefunden und ich finde sie auch super 🙂 Es hilft einfach, überhaupt mal anfangen zu können, ein Gefühl dafür zu bekommen, was die eigene Arbeit wert sein kann. Liebe Grüße

      Gefällt mir

Macht Lärm!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s