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Mein ZDF-Drehtag: 4 Tipps für den TV Auftritt und Rübli-Cupcakes für den Osterbrunch

Vor laufender Kamera backen ist schon ein kleines Abenteuer, das aber jedes Mal aufs Neue sehr viel Spaß macht. Gesucht wurden Rezepte für den Osterbrunch, weshalb ich mich an Rübli Cupcakes mit Frischkäsefrosting versucht habe. Die eignen sich nämlich prima für das gemeinsame Brunchen mit Familie und Freunden, weil sie viel kleiner als die original Rüblitorten sind, aber genauso schmecken und man vieeeeel mehr davon essen kann.

Deswegen bekommst Du heute nicht nur den Link zum Rezept und zur Sendung, oh nein. Ich will Dir auch ein wenig über den Drehtag und das Arbeiten mit einem Fernsehteam erzählen.

Sendung verpasst?

Für den Fall, dass Du am 12. April 2017 (… ach herrje … ich hab ja heute Hochzeitstag! …) um 12:10 Uhr nicht einschalten konntest, oder den Beitrag in der Zukunft liest ^^, aber trotzdem mal einen Blick in meine Küche werfen willst, verlinke ich Dir hier den Videoclip der ZDF Mediathek und passend dazu das Rezept für die Rübli Cupcakes zum Ausdrucken.

Bildschirmfoto 2017-04-12 um 13.07.57

Blick hinter die Kulissen beim Dreh

Ich muss ja sagen, dass ich immer wieder begeistert bin, wie man 5 Stunden dreh auf 5 Minuten eindampfen kann. Das merke ich ja selbst, wenn ich Videos für YouTube schneide, aber was das Fernsehteam da leistet muss hier echt mal bewundernd erwähnt werden.

Deswegen dachte ich mir, erzähle ich Dir einfach ein bisschen vom Drehtag und von den kleinen Tricks, die ich mir mittlerweile angewöhnt habe, um nicht zu nervös zu sein, nicht direkt in die Kamera zu schauen und gerade bei der Zubereitung Raum für Perspektivenwechsel zu lassen. Backen vor der Kamera ist nämlich nicht wie normales Backen. 😉 Das dauert viel länger und ist viiiiel kleinschrittiger.

Es kann ja sein, dass Du auch mal für’s Fernsehen angefragt wirst und da können die folgenden 4 Tipps für den TV Auftritt doch nicht schaden, oder? 🙂

Ruebli-Cupcakes-ZDF-Drehscheibe-Rezept-Mohntage-5

1. Der Setaufbau: Bloß keine Marken vor der Kamera

Bevor das Fernsehteam anrückt, bereite ich immer schon die Zutaten vor. Da das ZDF ein öffentlich rechtlicher Fernsehsender ist, muss nämlich darauf geachtet werden, dass (nahezu) keine Marken in die Kamera gehalten werden. Freunde der Kitchen Aid haben hier Pech. Die erste Frage, die ich damals bekam, war nämlich: Hast Du eine Kitchen Aid Küchenmaschine? Die können wir nicht zeigen. Der Dreh darf nämlich nicht nach Product Placement aussehen und mittlerweile sind Kitchen Aids nicht erwünscht, weil sie selbst ohne Markennamen direkt erkennbar sind.

Wie gut, dass ich keine Küchenmaschine, sondern nur einen ollen 10 Jahre alten Handmixer aus dem Drogeriemarkt besitze. Der leistet treue Dienste und reicht völlig aus.

Neben der Küchenmaschine gilt dieselbe Regel aber auch für die Zutaten. Mehl, Zucker, Eier, Butter, Vanillezucker und Backpulver befreie ich also vor dem Dreh fein säuberlich von sämtlichen Verpackungen und fülle sie in Schüsseln, Gläser und Teller ab. Das kannst Du immer schön am Anfang sehen, wenn die Zutaten mit dem Stopptrick zusammengeschnitten werden und so aussehen als würden sie ins Bild ploppen.

Bildschirmfoto 2017-04-12 um 13.08.51

2. Der Blick weg von der Kamera

Je nachdem wie viel Erfahrung Du durch (eigene) Videos bereits hast: Bei den meisten TV Formaten schaust Du NICHT direkt in die Kamera, sondern zu einer Person, in meinem Fall der Producerin, die Dir zwischendurch mal Fragen stellt.

Für mich war es anfangs etwas schwierig, nicht in die Kamera zu schauen, aber zum Glück konnte das alles gut zusammen- bzw. rausgeschnitten werden.

Bei den Rübli Cupcakes habe ich mir dann vorgenommen, der Producerin wirklich zu erklären, was ich da machen. Ich habe mich also weniger darauf konzentriert, dass ich abgefragt werde, sondern mir einfach vorgestellt, dass ich ihr direkt beschreibe, was zutun ist, damit sie es selbst machen kann. Und das hat wunderbar funktioniert, weil ich die Kamera komplett ausblenden konnte.

Ruebli-Cupcakes-ZDF-Drehscheibe-Rezept-Mohntage-4

3. In ganzen Sätzen antworten und ein wenig Vorbereitung

Und wo wir gerade beim Thema Ausfragen sind: In ganzen Sätzen zu antworten ist das A und O … das gar nicht so leicht von den Lippen geht, wie man vielleicht meinen mag. Denn intuitiv antwortet man auf Fragen wie: „Warum verwendest Du Speisestärke anstatt Mehl?“ mit einem „Weil“ am Satzanfang. Da die Zuschauer die Frage aber nicht hören, würde es unglaublich merkwürdig erscheinen, wenn Du Deinen Satz mit „Weil…“ beginnst. Ich habe mir deshalb angewöhnt, die Frage im Satz noch einmal aufzugreifen und zu sagen: „Ich verwende Speisestärke anstatt Mehl, weil…“ das funktioniert super.

 

Wichtig ist auch, dass Du Dir zum Thema ein paar Gedanken machst. Beispielsweise zum Eröffnungssatz. Der Anfang wird ja lustigerweise zum Schluss gedreht. Klare Sache … man braucht anfangs ja das fertige Gebäck, um sagen UND zeigen zu können, was man zubereiten will. Bis zu diesem Zeitpunkt … oder sogar schon ab dem Zeitpunkt der Zusage bzw. der Bekanntgabe des Themas hast Du deshalb die Möglichkeit, Dir schonmal ein paar nette Sätze zu überlegen. Du musst – und solltest Dich – nicht sklavisch daran halten, aber ein grober Fahrplan – was Du erzählen willst – schadet nicht. Das spart Zeit und Du kannst direkt eine Idee anbieten, mit der Producer/in und Fernsehteam arbeiten können.

4. Lockerungsübungen

Das klingt jetzt doof und vielleicht mache ich das auch nur allein so … aber bevor ich etwas sage und die Kamera noch nicht läuft ziehe ich ein paar Grimassen, um lockerer im Gesicht zu werden. Das hilft übrigens auch vor Pressefotos, die ja zwischendurch mal gemacht werden. Lange lächeln kann ich nämlich nicht, ohne dass ich das Gefühl habe, dass mein Mund völlig verkrampft! Deshalb albere ich vorher immer ein wenig herum. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass das Team ebenfalls seinen Spaß hat, im besten Fall alle lachen und man selbst dadurch auf Bildern und im Film viel entspannter rüberkommt.

Das ist übrigens auch eine der angenehmen Eigenschaften, die ich an den Drehtagen so liebe. Producerin und Team, die mich besuchen, sind eine soooo nette Truppe, dass man gar nicht anders kann als Spaß zu haben.

Eine runde Sache, quasi 😀 ❤

Ruebli-Cupcakes-ZDF-Drehscheibe-Rezept-Mohntage-3

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Freude beim Nachbacken und schon einmal tolle Osterfeiertage im Kreise Deiner Lieben!

Hab einen wundervollen Tag und bis zum nächsten Mal!

 

 

10 Kommentare

  1. Danke für den Link zu dem Beitrag auf ZDF. Ich hab natürlich die Sendung verpasst. Toller Beitrag, klasse cupcakes und: schade, dass meine Kinder schon alles ausgezogen sind! Aber irgendwann, wenn keine hinschaut, mach ich mir die leckeren Dinger, nur für mich 😁
    Alles Liebe
    Silvia

    Gefällt 1 Person

    • Oha Anni, das glaube ich nicht. Aber es macht riesig Spaß und ab und zu kann man das ja mal machen 😉 Ich lerne dabei ja auch unheimlich viel für meine eigenen Videos. Liebe Grüße und Dir auch schöne Ostern.

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  2. Liebe Yvonne mit Begeisterung verfolge ich wie sich dein Blog, das was du tust so wundervoll entwickelt und ich bin schwer beeindruckt und inspiriert ♥ Ich freue mich echt riesig für dich und freue mich immer was neues von dir zu sehen. (Auch wenn es derzeit aus Zeitmangel bei mir meist nur über Instagramm mal so nebenbei geschieht) aber ich musste dir das jetzt endlich mal schreiben. Ganz herzliche Grüße, Eva

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    • Ach Eva, jetzt muss ich ja ein kleines Tränchen verdrücken. Vielen lieben Dank! Das freut mich sehr zu hören. Hast Du denn viel um die Ohren? Ich hoffe Du kannst über die Ostertage ein wenig entspannen! Liebe Grüße, Yvonne

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