Blog Muse
Kommentare 12

Facebook Ads (2): So erstellst Du die perfekte Zielgruppe für Deine Werbeanzeige | #blogmuse

Heute geht es an’s Eingemachte, denn wir beide erstellen Schritt für Schritt eine Zielgruppe für Deine Werbeanzeige über den Facebook Werbeanzeigenmanager. Wir hatten ja bereits besprochen, wieso es für Blogger, die entweder schnell ihre Reichweite erhöhen oder eine bezahlte Kooperation bei Facebook promoten möchten, unumgänglich ist, Werbeanzeigen zu schalten. Außerdem habe ich Dir von den 5 fiesesten Anfängerfehlern erzählt und wie Du sie direkt vermeiden kannst. Solltest Du das verpasst haben oder noch einmal schnell darüber lesen wollen, verlinke ich Dir hier noch einmal Teil 1 der Miniserie. Falls nicht, dann geht es jetzt los in 3… 2… 1…

Vorab aber noch eine kleine Anmerkung: Ich zeige Dir hier, wie ich es mache. Das heißt nicht, dass ich den Anzeigenmanager bis ins letzte Detail kenne oder behaupte, dass meine Herangehensweise die einzig richtige ist. Vielleicht hast Du es anders probiert oder noch Ergänzungen. Dann kann ich nur sagen: Her damit! 😉 ❤

Die „Beitrag bewerben“-Funktion: Rausgeworfenes Geld!

Sicherlich hat Facebook Dir schon einmal eine Vorschau für eine eigene Werbeanzeige in die Timeline gepackt, wie es aussehen „könnte“ oder Du wurdest benachrichtigt, dass Dein neuer Beitrag 90% mehr Reaktionen hervorruft als Deine übrigen Beiträge und Du ihn uuuuunbedingt bewerben solltest, um noch mehr Reichweite zu erzielen.

Hier solltest Du Dich jedoch nicht auf Facebook verlassen. Die schreiben das bei jedem neuen Post 😉 Schau Dir lieber Deine eigene Blogstatistik an und suche Dir einen starken Beitrag heraus, der im vergangenen Jahr mit am Häufigsten geklickt wurde. Für mein Beispiel nehme ich heute meine selbstgenähte Boxy Bag bzw. Kosmetiktasche mit dem Schnittmuster als Freebie. Die ging in Facebook-Gruppen richtig gut, auf meiner FB-Seite eher mäßig und auf dem Blog dafür richtig super. 🙂 Perfekte Voraussetzung, um noch ein paar Nähverrückte auf Facebook ausfindig zu machen.

Allerdings nicht über die Bewerben-Funktion. Und das obwohl es soooo einfach scheint: Zugegeben, sie klingt ja erstmal sehr verführerisch, zumal Du einfach nur auf „Beitrag bewerben“ klicken, die Zielgruppe aussuchen und das Budget festlegen musst. Ach was könnte es alles so schön sein! Die Betonung liegt hier eindeutig auf könnte

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager-2Denn bereits bei der Zielgruppendefinition kommen wir eindeutig an unsere Grenzen. Es kursiert das Gerücht, dass man, selbst wenn man DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) auswählt, dennoch dubiose Likes aus dem asiatischen Raum erhält. Das ist mir tatsächlich auch passiert, allerdings weiß ich nicht, ob das immer so sein muss.

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager-3

Viel störender empfand ich dagegen die Tatsache, dass man die Zielgruppe überhaupt nicht richtig eingrenzen kann. Zwar wird Dir die Möglichkeit geboten, eine neue Zielgruppe zu erstellen, aber die Begriffe, die Dir zur Eingrenzung angeboten werden, sind gerade im Bereich DIY extrem mau. Da gibt es nämlich nur „Hobby“ und „DIY“ oder „Do-it-yourself“ ist überhaupt nicht vertreten. Meine erste Werbeanzeige … unerfahren wie ich war … ist deshalb auch entsprechend gefloppt, weshalb ich, bis ich den Werbeanzeigenmanager entdeckt habe, immer ausgewählt habe: „Personen, denen Deine Seite gefällt und ihre Freunde.“ Das bringt Dich aber auch nicht weiter, wenn Du eine neue Zielgruppe bzw. eine breitere Masse erreichen willst.

Mein Tipp lautet deshalb ganz klar: Finger weg von der Funktion Beitrag bewerben und ein bisschen mit dem Anzeigenmanager vertraut machen, damit Du für Dein Geld, das Du investierst, auch etwas bekommst!

Kenne Deine Zielgruppe: Die Zielgruppenstatistiken richtig nutzen

Sobald Du Dir eine Seite eingerichtet hast, beispielsweise für Deinen Blog oder Dein Unternehmen, kannst Du Inhalte Deiner Seite oder die Seite an sich über den Anzeigenmanager bewerben. Der bietet Dir einen ganzen Strauß an Möglichkeiten, inkl. der Funktion Power Editor. Da der momentan aber nur auf Google Chrome ausgelegt ist, gehen wir beide heute den „herkömmlichen Weg“, schauen uns die Zielgruppenstatistiken an und erstellen anhand unserer Recherche dann eine Zielgruppe für eine Werbeanzeige.

Du gelangst über das Dropdown Menü bei Facebook, dort wo Du Dich auch abmelden kannst, zum Werbeanzeigenmanager (in diesem Screenshot versteckt sich übrigens ein kleiner Spoiler… hihi. Mal sehen wer ihn findet):

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager

Innerhalb des Werbeanzeigenmanagers kannst Du dann unterschiedliche Funktionen auswählen. Wir klicken erst einmal auf die Zielgruppenstatistiken.

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager-4

Loggst Du Dich übrigens zum ersten Mal ein (oder vergisst Du, so wie ich, das Häkchen zu setzen), fragt Dich Facebook, welche Zielgruppe Du bearbeiten bzw. Dir anschauen möchtest.

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager-5

Wir klicken jetzt einfach mal auf „Jeder auf Facebook“ und passen die Angaben entsprechend auf unsere Bedürfnisse an.

Lass Dich übrigens nicht von der Darstellung und den ganzen Statistiken erschlagen. Das sieht komplizierter aus als es ist. Und wenn man den Dreh erstmal heraus hat, kann man ganz gezielt Begriffe und Vorlieben oder demographische Angaben testen, ein bisschen damit herumspielen und schauen, welche Angaben die beste Zielgruppe/ Reichweite ergeben.

Facebook-Ads-so-erstellst-Du-eine-Werbeanzeige-Mohntage-Werbeanzeigenmanager-6.jpg

Schau Dir also als erstes mal die linke Navigation an. Die Custom Audience lassen wir außen vor. Wir schmeißen als erstes mal die Vereinigten Staaten von Amerika raus, indem wir das kleine „x“ für entfernen klicken und ersetzen sie durch Deutschland, Österreich und Schweiz. Bereits jetzt wirst Du sehen, dass sich rechts bei Alter, Geschlecht und Lebensgewohnheiten (Beziehungsstatus, Ausbildung usw.) etwas tut.

Das Alter und Geschlecht stelle ich ganz gerne immer zum Schluss ein, denn es kann ja sein, dass meine „neue“ Zielgruppe, die ich für einen speziellen Inhalt erreichen will, außerhalb meiner normalen Altersbegrenzung liegt. Wichtiger sind mir jetzt die Interessen.

Ich habe mir also 10-11 Begriffe überlegt, die zu meiner Zielgruppe „DIY Kosmetiktasche“ passen können, und sie bei den Interessen eingetragen. Achte mal darauf, wie sich die Zielgruppen alterstechnisch und auch beim Lebensstil verändern:

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager-7

Du kannst sogar über „Verbindungen“ und „Seiten“ Deine jetzigen Follower ausschließen. Das würde ich allerdings nicht machen… wenn wir mal daran denken, dass der Algorithmus sowieso dafür sorgt, dass nicht alle unserer Follower unsere neuen Posts sehen.

Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal auf die „Gefällt mir“-Angaben, die Du über der Statistik neben „Demografische Angaben“ finden kannst. Dort schauen wir uns jetzt an, welche Seiten die Zielgruppe mit „Gefällt-mir“ markiert hat. Ist ja auch nicht unwichtig 😉

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager-8

Zu diesem Zeitpunkt kann es übrigens noch einmal spannend sein, Geschlecht und Alter zu ändern. Denn mit „The Purge“ kann ich offengestanden nicht so viel anfangen. Schauen wir doch mal, was passiert, wenn wir die Herren der Schöpfung rausschmeißen und das Alter zwischen 22 und 62 festlegen 🙂

Tadaaa 🙂 Das sieht doch schon eher nach einer passenden Zielgruppe für meine Kosmetiktasche aus, oder? Und sogar der Guido ist mit dabei. Liegt sicher an Geschickt eingefädelt, Modehandwerk und … äh… Shopping Queen 😀

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager-9

Ich würde sagen, diese Zielgruppe speichern wir jetzt unter Nähanleitungen ab. 🙂 Dazu scrollst Du einfach nach oben und klickst auf „Speichern“.

facebook-ads-so-erstellst-du-eine-werbeanzeige-mohntage-werbeanzeigenmanager-10

Und schon hast Du Deine erste Zielgruppe erstellt! Yay! ❤ War doch gar nicht so schwer, oder?

Da der Beitrag allerdings schon wieder an der 1.000er Grenze kratzt und wir noch einen ganzen Batzen vor uns haben. Mache ich hier wieder einen Cut.

Am Montag geht’s dann weiter mit dem Gestalten Deiner Anzeige. Wir suchen uns die passende Werbeform aus, ergänzen Texte und Bilder und legen das Budget fest.

Ich hoffe der Beitrag hat Dir gefallen? Lass mich wissen wenn Du Fragen hast und erzähl‘ mir von Deinen Erfahrungen mit Facebook Zielgruppen. Hast Du für Dich schon die perfekte Zielgruppe gefunden? Und würdest Du etwas anders machen?

Lass mich wissen, was Du denkst!

P.s.: Ich möchte Dir noch schnell etwas sagen: Meine Blogbeiträge ersetzen keine Rechtsberatung. Ich recherchiere sorgsam und lasse Inhalte, bei denen ich mir unsicher bin, von Fachpersonen gegenlesen. Nichts desto trotz ist es immer sinnvoll, sich im Zweifelsfall selbst noch einmal schlau zu machen und sich beispielsweise bei juristischen Fragestellungen zusätzlich vom Fachmann beraten zu lassen. ❤

 

 

 

 

 

 

 

 

12 Kommentare

  1. Pingback: Facebook Ads (1): Die 5 größten Fehler beim Schalten von Anzeigen … und wie Du sie vermeidest | #blogmuse | mohntage

  2. Pingback: Facebook Ads (3): So schaltest Du Deine Werbeanzeige Schritt für Schritt | #blogmuse | mohntage

  3. Hallo Yvonne,
    ganz vielen Dank dafür! Ich bin zwar ein SEO-Profi, bin aber nie an FB rangekommen und habe mich mit schlecht geschalteter Werbung über Wasser gehalten.
    Finde ich ja toll, dass ich deinen Blog entdeckt habe, habe schon viel für FB gelernt. Ich stöbere mal weiter. ❤
    Liebe Grüße
    Sarah

    Gefällt 1 Person

Macht Lärm!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s