Basteln, DIY, Upcycling
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DIY Espresso-Gläser bemalen | Jazz up your glass

Ich liebe es, wenn sich mit wenigen Mitteln und in kurzer Zeit ein cooles, kleines DIY auf die Beine stellen lässt (das Trocknen und Einbrennen der Farbe ist da schon mit einberechnet). Deswegen will ich Dir heute zeigen, wie Du Deine Lieblingsteegläser, Kaffeetassen oder in meinem Fall die Espresso-Thermo-Gläser ganz einfach bemalen kannst.

Eine lebensnotwendige Anschaffung

Seit einer Weile habe ich nämlich eine neue Liebe, zu der die Espresso-Gläser unglaublich gut passen. Sie ist klein, pumuckelrot und macht den weltbesten Kaffee bzw. Espresso: Meine Siebträgermaschine von ascaso. ❤

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Wenn Du Dir nämlich schon einmal meine About-Seite angeschaut hast, dann wird Dir dort früher oder später der folgende Satz über den Weg gelaufen sein:

Ohne guten Kaffee komme ich morgens nicht aus der Knete.

Deswegen war die Anschaffung der Siebträgermaschine eine lebensnotwendig wichtige. Denn die Zeit des Handfilterns war zwar auch lecker, aber nicht mit der goldfarbenen Crema und dem vollen Aroma zu vergleichen, die eine Siebträgermaschine zaubern kann.

Aus diesem Grund wollte ich den Gläsern auch noch das gewisse individuelle Etwas verpassen. Sie sehen zwar bereits schön aus, machen mit den kupferfarbenen, geometrischen Formen aber noch einmal so richtig was her. ❤

Außerdem ist es schön zu wissen, dass es zwar unglaublich viele dieser kleinen Gläser gibt, aber nur zwei davon, die nun so aussehen wie meine.

Es muss ja nicht immer komplett selbstgemacht sein. Manchmal genügt es auch, etwas Gekauftem Deinen persönlichen kreativen Fingerabdruck zu verpassen.

Lass uns deswegen mal schauen, was Du so alles dafür brauchst und wie Du die Gläser am besten bemalen kannst.

Für die DIY-Espresso-Gläser brauchst Du

  • zwei Gläser/ Trinkgefäße, die Du problemlos bei 150°C für 5 Minuten in den Ofen schieben kannst. (Meine Gläschen sind von Depot)
  • Glasmalfarbe Kupfer oder Deine Lieblingsfarbe (meine Farben sind von Marabu GlasART)
  • Reiniger und Verdünner (Marabu 50ml)
  • Küchenrolle
  • Wattestäbchen
  • Washi Tape oder Kreppband
  • ein dünner Pinsel

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Den Reiniger solltest Du Dir auf jeden Fall besorgen. Der ist nämlich nicht nur zum Vorbereiten der Gläser gut, sondern hilft Dir auch dabei, kleinere Schmierereien am Glas zu beseitigen … Lösungsmittel eben. 😉

Und so geht’s

Gib etwas vom Reiniger auf ein gefaltetes Stück Küchenrolle und reibe die Gläser damit gründlich ab. Du kannst So sicherstellen, dass sich keinerlei Fett, Staub oder Kleberrückstände von irgendwelchen Preisschildern mehr auf dem Glas befinden.

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Anschließend kannst Du damit beginnen, die beiden Gläser zu tapen. Dabei solltest Du darauf achten, dass der Bereich des Glases, der Deine Lippen berührt, frei von Farbe bleibt. Das musst Du nicht machen, aber ich persönlich mag es lieber, wenn ich nicht an Glasmalfarbe herumnuckele. Denn oft löst sich im Laufe der Zeit doch noch einmal etwas Farbe … und die möchte ich nun wirklich nicht mittrinken. Ich habe deshalb die volle Breite des Washi-Tapes genutzt, um den oberen Rand komplett abzukleben.

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Beim Tapen kannst Du Deiner Kreativität übrigens freien Lauf lassen. Schau einfach, welche Formen sich beim Kleben ergeben und ob sie Dir gefallen. Erst wenn Du zu 100% zufrieden bist, solltest Du mit dem Bemalen beginnen. Die Farbe ist zwar dünnflüssig, klebt aber nichts desto trotz etwas. Die wieder abzukriegen ist schwierig und unnötige Extraarbeit 😉

Beim Bemalen solltest Du darauf achten, dass Du wenig Farbe verwendest und dafür mehrere Schichten Farbe aufträgst. So bilden sich weniger Nasen und die Schichten trocknen immer schon etwas an, bevor Du eine neue Runde Farbe aufträgst. Festhalten kannst Du das Glas entweder am oberen Rand oder mit den Fingern von Innen. Beides ist frickelig aber machbar 😉 Die Farbe lässt sich von den Händen gut wieder abwaschen.

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Wenn Du das Gefühl hast, genügend Farbe auf dem Glas zu haben … ich habe 5-6 Schichten Farbe aufgetragen … kannst Du die Gläser zum Trocknen für etwa eine Stunde stehen lassen. Angegeben wird zwar eine halbe Stunde, da wir aber mehrere Schichten Farbe aufgetragen haben, solltest Du auf Nummer sicher gehen 😉

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Ganz blickdickt wird … zumindest die Marabu Kupferfarbe … übrigens nicht. Das finde ich aber auch gar nicht schlimm, denn durch das dunkle Braun des Kaffees, das durchschimmert, bekommt das Kupfer ein warmes Leuchten.

Wenn die Farbe nach einer Stunde staubtrocken ist (nennt sich so, ist aber nur „angetrocknet“ und es kann sein, dass sie sich noch etwas klebrig anfühlt), kannst Du das Klebeband vorsichtig ablösen. Bei mir haben sich, trotz Tape und reeelativ sauberem Abkleben kleine Farbecken und Nasen gebildet …

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Das wollte ich so natürlich nicht lassen, denn obwohl es irgendwie witzig aussieht, hatte ich ein Bild von sauberen Kanten im Kopf… Du kannst Dir also vorstellen, dass die Farbnasen ordentlich an meiner Hirnrinde genagt haben.

Irgendwann zwischen dezenter Verzeiflung und Resignation kam mir dann aber das Fläschen Reiniger wieder in den Sinn. Damit kann man die Farbe nicht nur verdünnen, man kann sie auch komplett lösen! 🙂 Also habe ich mir ein Wattestäbchen geschnappt und die Ränder der Formen versäubert.

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Besser oder? 🙂 Damit war ich absolut zufrieden und konnte die Gläser bei 150°C Ober-/Unterhitze für ca. 5 Minuten in den vorgeheizte Backofen stellen. Aber: Vorsicht! Je nachdem wie dick Du die Farbe aufgetragen hast, solltest Du tatsächlich noch die angegebenen 48 Stunden abwarten, bis die Farbe (auch nach dem Einbrennen) komplett getrocknet ist. Sonst passiert es Dir wie mir, dass Du Dir beim Herausnehmen mit dem Ofenhandschuh eine kleine Macke ins Dreieck detscht … 😀

Kaffee mit Stil

Als die Gläschen dann aber vollständig getrocknet waren, habe ich sie direkt eingeweiht… ❤

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Die schöne Crema, die Du hier siehst, hat allerdings nicht so lange gehalten, wie ich gebraucht habe, um das Fotoset aufzubauen. 😀 Zumindest ein bisschen war noch übrig für mein Lieblingsbild ❤

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Die Kekse sind übrigens noch aus der Bretagne und das Auto habe ich dem Herzmann vom Schreibtisch gemopst. Seit dem großartigen  Food2Shoot Workshop bei Andrea versuche ich mich ein bisschen stärker im Set-Aufbau. Daaaaanke liebe Andrea ❤ Vom Workshop muss ich Dir in den kommenden Tagen auch noch erzählen! Der war genial und ich habe sooooo viel Tolles gelernt! ❤

Und es kommt noch ein Workshop … speziell für meine kleine Kaffeemaschine…, auf den ich mich schon sehr freue. Denn wenn alles so klappt, wie ich mir das gedacht habe, springt beim Kaffee-Workshop sogar noch eine kleine Überraschung für Dich heraus 😉

Du kannst Dich also schon einmal auf die kommenden Wochen freuen. Die stecken voller toller Beiträge rund ums Foodstyling, guten Kaffee, Videoediting, Bloggen usw. ❤

Und falls Du Lust hast, selbst zur Glasmalfarbe zu greifen, dann schick mir ein Bild Deiner Gläser an hello@mohntage.com oder verlink mir Dein Projekt. Das zeige ich nämlich immer so gerne auf dem Blog, wenn ich Post über Nachgebasteltes, -gekochtes oder -gebackenes bekomme 🙂

Vielleicht bist Du aber auch so gar kein Fan von Glasmalfarbe, weil Du ein frühkindliches Windowcolor-Trauma hast.

Lass es mich wissen! Denn ich freue mich immer sehr über Deine Kommentare, Dein Feedback, Deine Ideen und Deine Anekdoten aus der Windowcolor-Selbsthilfegruppe.

Mach Lärm, Du weißt wie und wo das geht ❤

 

 

 

 

 

 

12 Kommentare

    • Hey Tanja. Danke Dir 😄❤ ich war mir auch unsicher, aber ich mochte bzw. mag die klaren Kanten in diesem Fall lieber 😉 aber… wer weiß, was ich noch mit den großen Gläsen anstelle 😅 liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

    • Hey Sophia. Vielen lieben Dank! Ich freue mich, dass sie Dir gefallen. Ich habe sie mittlerweile auf der Maschine stehen, dass ich sie immer betrachten kann. Und ich freue mich schon sehr auf das Bemalen der großen Gläser für Tee/Milchkaffee 😀 Hast Du was Bemaltes, das Du teilen magst? Du kannst mir gerne einen Link da lassen. Würde mich freuen 🙂 Liebe Grüße

      Gefällt mir

    • Na und jetzt rate mal, nach welchem genialen Workshop ich das Bild gemacht habe! ❤ Ohne Witz! Ich kriege so viel schneller gute Bilder und es macht sooo viel mehr Spaß zu fotografieren. Ich habe übrigens auch die Lichtboxen gefunden und bestellt. Und ich habe am Wochenende Nachts (!) Bilder von Panna Cotta gemacht, die aussehen als wären sie mittags entstanden. Hab das mit der Belichtung jetzt also auch raus 😉 Von Iso und Belichtungskorrektur und Blende will ich gar nicht anfangen … DAAAAAANKE ❤

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: Food Styling & Fotografie mit zuckerimsalz | Der Food2Shoot Workshop | mohntage

  2. Pingback: DIY + Video: Zentangle Gläser mit Glasmalfarbe bemalen | Mohntage auf YouTube | mohntage

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