Eat stray love, Unterwegs
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eat, stray, love | Wohnen und genießen in der Bretagne + 5 Französisch-Survival-Sätze

Hey Du! Ich bin wieder aus dem Urlaub zurück und habe Dir eine Menge mitgebracht. Für eine wundervolle aber nichts desto trotz gefühlt kurze Woche haben das  ❤ und ich in Ploumoguer in der Bretagne direkt an der Atlantikküste entspannt. Und falls Du irgendwann einmal dasselbe tun möchtest, gebe ich Dir ein paar Empfehlungen für versteckte Schätze, meine 5 Survival Sätze für den Frankreichurlaub und das Ohne-Wörterbuch mit auf den Weg, ohne die unser Urlaub nur halb so schön gewesen wäre.

Unser Häuschen am Meer

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Manchmal lohnt es sich einfach, neben den üblichen Verdächtigen wie Tripadvisor oder Airbnb auch kleinere Angebote und Webseiten zu durchforsten. Für uns stand nämlich fest, dass wir direkt ans Meer wollen, am besten in einem kleinen Fischerhäuschen oder etwas Vergleichbarem. Ruhig sollte es sein, mit Nähe zu einem Strand und trotzdem einer guten Anbindung an das Weltgeschehen, falls es uns „zu ruhig“ wird. Mit diesen Kriterien etwas zu finden, war gar nicht so einfach.

Nach einer ziemlich langen Suche habe ich dann aber diese Perle entdeckt: Das Haus Ty Penty in Ploumoguer-Kerhornou. Ich war direkt verliebt in das kleine Häuschen aus Naturstein und habe … mit reichlich Glück … die letzte, verfügbare Woche für den Sommer buchen können.

Neben einer begehbaren Dusche, einem gemütlichen Maisonette-Bett unter dem Dach und einer unglaublich charmanten Einrichtung war der Ausblick auf die Bucht und die direkte Nachbarschaft zur Familie Le Gall das absolute Highlight. Vom Bett sowie von der Terrasse aus konnten wir das Meer und in der Nacht auch die Sterne sehen! Denn Du musst wissen: Für Städter sind Sterne und vor allem komplette Ruhe etwas Seltenes. 😉

Madame Le Gall war eine durch und durch herzliche Gastgeberin, die mir nicht nur verziehen hat, dass mein Französisch über die Jahre etwas eingerostet war. Sie hat uns darüber hinaus mit wirklich tollen Tipps und frischem Gemüse aus ihrem eigenen Garten versorgt. Jeden Morgen haben wir entweder auf der Terrasse oder im Häuschen gefrühstückt und konnten mit Hilfe der vielen Karten, in denen Madame Le Gall uns vorab Sehenswertes eingezeichnet hat, immer wieder aufs Neue unsere Eroberungen und Erkundungen planen.

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Irgendwann wusste ich dann auch, was mich an dem traumhaften Ausblick und der Bucht mit den vielen kleinen Fischer- bzw. Segelbooten so gerührt und fasziniert hat … weshalb ich mich nicht daran sattsehen konnte! Es hat mich an einen meiner liebsten Ghibli-Filme erinnert: Ponyo. Zum Vergleich mal der Blick von unserem Häuschen auf die Bucht und das Ghibli-Haus auf der Klippe, mit Bucht 😉

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Hätten wir mehr als eine Woche gehabt, hätte ich meine Zeit auch durchaus auf dem Liegestuhl vor dem Haus mit Blick auf’s Meer oder direkt an dem wunderschönen Strand verbringen können.

Vom Häuschen aus sind es nämlich nur 200m Fußweg bis zum Strand, an dem es sich ganz herrlich im Meer baden lässt. Das Wasser ist glasklar … fast schon türkis … was mir als Glibsch-Phobikerin wirklich entgegengekommen ist. Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich nicht sehen kann, was um mich herum schwimmt und ich dann ggf. noch von Fischen oder umhertreibenden Algen angerempelt werde. Aber: Es war einfach nur herrlich. Eiskalt … aber herrlich ❤

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Und wo wir gerade bei „herrlich“ sind … Ich muss Dir natürlich auch noch von der tollen Bäckerei und dem Feinkostladen in Le Conquet erzählen. Denn ein Besuch in der besten Boulangerie Pâtisserie der Bretagne, Bian, ist mehr als lohnenswert. Ein paar der Köstlichkeiten, mit denen wir uns eingedeckt haben, möchte ich Dir hier deshalb schon einmal zeigen.

Die beste Boulangerie Pâtisserie der Bretagne

Das meine ich genau so, wie ich es sage, ohne zu überteiben, denn Bian ist tatsächlich und sogar mit Auszeichnung die beste Boulangerie Pâtisserie der Bretagne. Sie liegt im Nachbarort Le Conquet, den man mit dem Auto vom Haus aus in nur 11 Minuten erreichen kann. Neben Unmengen von Crème de caramel au beurre salé (8 Gläser sind als Geschenke und Privatvorrat über die Ladentheke gewandert) haben wir uns mit allerlei Tartelettes, Eclaires, Brioche und einem Gebäck eingedeckt, dass sich Crôute à thé nennt. Wir vermuten, dass das Innere mit Rosenwasser verfeinert wurde, sind uns aber nicht ganz sicher. So oder so haben wir geschlemmt bis kurz vor Bauchweh und darüber hinaus 😉

Bians findest Du ein Stück die Fußgängerzone entlang auf der linken Seite und gegenüber eines Blumenladens. Die schwarze Fassade ist nicht zu übersehen 😉

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Wenn Du es aber lieber deftig magst, dann geh einfach ein Stückchen weiter links die Straße hinauf. Denn dort findest Du einen wirklich großartigen Feinkostladen. Der Inhaberin haben wir übrigens auch unseren Ausflug auf die Insel Ouessant zu verdanken. Ohne sie hätten wir diese atemberaubend schöne Landschaft niemals entdeckt. Davon erzähle ich Dir aber in einem anderen Blogpost 😉 Hier geht es jetzt ersteinmal um eines meiner liebsten Nahrungsmittel: Käääääääse ❤

Ein Feinkostladen mit dem weltbesten Käse

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Den Laden haben wir durch Zufall entdeckt, als wir auf der Suche nach Postkarten und einem Sonnenhut waren. Schon beim Betreten des Ladens umhüllt Dich ein herrliches Duftgemisch aus Gewürzen und Tees … also erst einmal tief einatmen und dann stöbern. Du findest darin nämlich alles, was das Herz begehrt: Regionale Produkte, Pasta, Antipasti, köstliche Weine, Cidre und Bier, Tees, Süßigkeiten, feinen Essig … Ich hätte Stunden darin verbringen und mich einmal komplett durchfuttern können 🙂

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Du kannst Dir sicher vorstellen, wie die Inhaberin gestaunt hat, als das ❤ ihr mit Handgesten verständlich machte, wie viel Käse wir tatsächlich mitnehmen wollen 😀 Für den Algenkäse (vorne links) und den Ziegenhartkäse (hinten rechts), sind wir am letzten Tag sogar noch einmal nach Le Conquet gefahren, um uns ein Viertel Ziegenkäse und einen ganzen Algenkäse mitzunehmen! ❤ Besonders der Algenkäse ist durch seine salzige Note mit dem typischen Algengeschmack (der aber nicht zu dominant ist) ein echtes Highlight!

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Und noch ein bisschen Digital Detox

Mein Vorsatz, einen Offline-Urlaub zu genießen und diesen #digitaldetox auch mal auszuprobieren, hat vortrefflich funktioniert … bis auf zwei kleine Ausnahmen, in denen ich Dir einen unglaublich schönen Sonnenuntergang gezeigt und mich an meiner ersten Instagramstory ausprobiert habe, während das ❤ angegurteter Weise durch die Klippen geklettert ist, war ich komplett offline.

Der Kopf war frei, das (digitale) Grundrauschen wurde durch die Brandung des Atlantiks abgelöst und die vielen Projekte und Ideen, die sich sonst lärmend und fordernd in meinem Kopf tummeln, waren plötzlich ganz leise. Selbst zum Lesen und Stricken war ich zu faul 😀 Und es war großartig! Das Einzige, das uns die freie Zeit am Strand, auf der Terrasse oder abends vor dem Schlafen versüßt hat, waren die Harry Potter Hörbücher, gelesen von Stephen Fry. Ich konnte einfach nur da liegen, mit geschlossenen Augen oder mit Blick aufs Wasser und habe gelauscht. Mehr nicht ❤

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Bei der schönen Landschaft und dem gemütlichen Charme der kleinen Städtchen war das aber auch wirklich nicht schwer 😉

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Meine 5 Survival-Sätze

Selbst wenn Dein Französisch alles andere als flüssig ist: Es gehört zum guten Ton, es erst einmal zu versuchen und nicht gleich mit „Do you speak English?“ ins Haus zu fallen. Aus diesem Grund habe ich Dir meine 5 Survival-Sätze für den Frankreichurlaub aufgeschrieben, die mir wirklich weitergeholfen haben 😉

Mon français n’est pas très bon, je m’excuse.  Ich muss mich entschuldigen, mein Französisch ist nicht sehr gut.

Je vous souhaite une bonne journée! Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Merci, a vous aussi. Vielen Dank, Ihnen auch.

Je n‘ai pas compris ce que vous avez dit. Ich habe nicht verstanden, was Sie gesagt haben. Pourrez-vous le répéter, plus lentement? Könnten Sie das bitte noch einmal langsamer sagen?

Je voudrais un café à emporter s’il vous plaît.  Ich hätte gerne einen Kaffee zum Mitnehmen, bitte.

Cétait très beau ici et nous y retournerons! Es war sehr schön hier und wir kommen gerne wieder!

 

Wenn nichts mehr geht …

… hilft Google als rudimentäres Übersetzer-Tool oder das großartige Langenscheid Ohne-Wörterbuch. Denn nicht immer hat man alle Vokabeln sofort parat und manchmal … im Krankheitsfall beispielsweise … muss man sich so gut und schnell wie möglich verständigen können. Wir hatten immer unser Handy griffbereit, um uns unbekannte Wörter zu googeln. Und in den nächsten Urlaub nehmen wir definitiv auch wieder das Ohne-Wörterbuch mit. Darin kann man nämlich einfach auf das Gewünschte zeigen, das man gerade nicht sagen kann 🙂

Ohne-Wörterbuch-Langenscheidt

Langenscheidt

Something wicked this way comes…

Die Harry Potter Hörbücher waren für uns übrigens schon ein kleiner Vorgeschmack bzw. ein Eingrooven auf unseren Weihnachtsurlaub in London. Aber bevor ich Dir davon überhaupt erzählen kann, gebe ich Dir lieber noch eine kleine Blogpost-Vorschau für die nächsten Bretagne-Beiträge.

Neben Rezepten mit Crème de caramel au beurre salé habe ich nämlich auch noch das eine oder andere Bretagne-inspirierte DIY-Projekt in Planung. So enthält jeder Beitrag nicht nur meine Urlaubsfotos und -erinnerungen, sondern auch etwas Schönes für Dich zum Nachbacken, -kochen oder -basteln.

Warst Du schon mal in der Bretagne? Wenn ja, wo? Und hast Du Urlaubstipps? Fragen über Fragen…

Wie immer freue ich mich über Dein Feedback, Deine Ideen, Deine Kritik und Deine Anekdoten von der Küste.

Mach Lärm! Du weißt wie und wo das geht. Ich freu mich … à bientôt ❤

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22 Kommentare

  1. hundebloghaus sagt

    Ich kam gerade von einem ooooh, ins nächste…auch, scheint ein voller Erfolg gewesen zu sein den Bildern nach. Traumhaftes Ziel!!! Bin schon auf deine DIY s gespannt und seh mich jetzt noch n bisschen an den Bildern satt.
    LG Danni

    Gefällt 1 Person

    • Ach Danni, das freut mich 😄❤ Ja, es war traumhaft und es kommen noch viel mehr Bilder. Ich knipse ja immer viel zu viel, aber es macht großen Spaß, die Schönsten auszusuchen 😉

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  2. Oh woooow wie schön! Bei uns stand die Bretagne dieses Jahr auch schon auf der Reiseliste. Da sich nun kurzfristig ein Urlaub an der Côte d’Azur ergeben hat, müssen wir uns wohl noch bis nächstes Jahr gedulden. Deine Fotos machen auf jeden Fall grosse Lust sofort die Koffer zu packen. 😉

    Gefällt 1 Person

    • Ich auch… ich mache mich heute auf die Jagd nach Zutaten und Zubehör, das ich noch brauche … gerade die Rezepte werden sicherlich eine kleine Herausforderung. Aber ich freue mich drauf 🙂

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  3. Was für wunderschöne Bilder, man ist fast mit dir dort! Wunderbar ruhig und erholsam sehen sie aus 🙂 Besonders lachen musste ich übrigens über die (zum Glück dort ja nicht vorhandenen) Rüpel-Algen, das hast du so süß beschrieben 😀 Toll, dass du die Zeit für einen digitalen detox genutzt hast und er dir auch so gut getan hat! Konntest du auch ein bißchen was davon mit in den Alltag retten? Liebe Grüße zu dir! Kea PS: Nach der Lektüre habe ich jetzt Hunger 😀

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    • Liebe Kea. Ich versuche es zumindest. Aber ich muss schon gestehen, dass man sehr schnell wieder in den Alltag und in alte Muster eintaucht. Die protestierende innere Stimme, dass es doch im Urlaub viel schöner war, ist glücklicherweise aber noch laut genug, um … wenn man das Hamsterrad wieder in Betrieb genommen hat … sich einfach mal nach hinten fallen zu lassen, um auszurollen, bevor es weitergeht 😉 Und ja, die Rüpel-Algen… schlimme Dinger. Aber zum Glück haben sie sich im Atlantik nicht blicken lassen 😀

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