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Matcha-Brombeer-Macarons | Food Blog Day 2016 (2): Weil Ihr’s seid, Melitta!

Am ersten Juli-Wochenende habe ich mich auf ein kulinarisches Experiment eingelassen. 😉 Man lernt eben nie aus … und das soll bitte auch so bleiben ❤ (Die Blog Muse lässt grüßen.)

Ich spreche bewusst von einem Experiment, da ich mich an ein Rezept herangewagt habe, das ich bisher mit einer Mischung aus Respekt und „Ehr-Furcht“ vor mir herschieben konnte.

Nachdem ich im Netz aber immer häufiger über herrliche Macaron-Kreationen gestolpert bin, Angel of Berlin mit ihren Himbeer-Macarons Teil der Freitags-Serie A matter of (p)interest war, und das Team von Melitta zum Frankfurter Food Blog Day super leckere, fruchtig-süße Macarons gereicht hat, komme ich nicht mehr darum herum es selbst zu probieren … mein Dickschädel hat das so für mich entschieden. 😉

Drei Blogposts – Drei Rezepte für Dich

Du erinnerst Dich doch sicherlich noch an mein Rezept für einen spritzig-frischen Rhabarber-Erdbeer-Gin-Tonic, der die Mini-Serie zu meinen Food Blog Day-Highlights 2016 eröffnet hat? Darin hatte ich Dir bereits von meinem Treffen mit Burda erzählt. Heute, in Teil 2 des Rückblicks, dreht sich alles um Melitta, inkl. deren  Workshop zum Thema Handfiltern. Und, ich hab’s Dir schließlich versprochen, zu jedem Food Blog Day Highlight denke ich mir ein dazu passendes Rezept für Dich aus. ❤

Bevor ich mit Dir also einen kurzen Abstecher in die Welt des Handfilterns, der Kombination von abgefahrenen Geschmacksaromen und des „Schlürfen-Müssens“ … ja ganz recht „Schlürfen-Müssens“… mache, bekommst Du erst einmal das Rezept für …

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Matcha-Brombeer-Macarons mit weißer Limettencreme und fruchtigem Kern

Klingt abgefahren? Schmeckt aber (… puh, ein Glück!…) richtig genial! 😀 Ich wollte nämlich auch einfach mal Geschmäcker kombinieren, so wie das Team bei Melitta, das für die Entwicklung (neuer) Geschmacksaromen im Kaffee zuständig ist… ❤

Außerdem habe ich direkt mal am Grundrezept der Macarons gebastelt. Du kennst mich ja … entweder All In oder gar nicht. Ich wollte, dass Boden und Deckel der Macarons nicht einfach nur nach Zucker schmecken und die Färbung nicht allein auf Lebensmittelfarben beruht.

Denn alle Rezepte, die ich entwickle oder ausprobiere, sollen so natürlich wie möglich schmecken und auch aussehen. Du wirst bei mir deshalb eher einen Naked Cake mit kandierten Früchten oder Blüten finden (… das behalte ich mal im Hinterkopf), eine grellpinke Buttercreme-Fondant-Motivtorte aber vergeblich suchen. 😉

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Ich machte mich also auf die Suche nach Zutaten, die hier übrigens (wieder) durch Zufall zusammenkamen. Bei Experimenten bedarf es meist nämlich nur einer einzigen Zutat, welche die übrigen gedanklichen Rezept-Dominosteine zu Fall bringt… eine kulinarische Kettenreaktion sozusagen.

Und so stand ich … ursprünglich und leider vergeblich auf der Suche nach Fruchtpulver … im Bioladen meines Vertrauens, als mich ein Päckchen Matcha-Pulver (eigentlich für Smoothies und Shakes gedacht ) aus dem Regal heraus anlächelte.

Mein Hirn machte dann Folgendes daraus:

Matcha … grün und herb … passt zu zuckrig süß … dazu was … hmmm… Rotes. Saures? … Kirschen? Nein. Himbeeren. Keine da. Oh… Brombeeren. Schöne satte Farbe. Was dazu? Schokolade? Vollmilch? Nä. Weiß? Oh ja… aber die ist schon ziemlich süß… wie wär’s mit Limette in der Schokolade als Kontrast? Oh… und Vanille! Alles klar. Zahlen bitte.

Das passiert mir in letzter Zeit öfter und ich glaube es liegt tatsächlich am Bloggen. Ich war zwar schon immer eine Frei-Schnauze-Köchin bzw. -Bäckerin und habe mich nie sonderlich an Rezepte gehalten. Das tatsächliche Kombinieren und das „Entdecken“ oder „spontane Kombinieren“ möglicher Zutaten ist aber erst mit dem Bloggen gewachsen, was ich in vollen Zügen genieße und natürlich auch mit Dir teilen will. ❤

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Für die Macarons brauchst Du deshalb

  • 200 g Mandeln, geschält und fein gemahlen
  • 200 g Puderzucker
  • 200 g Zucker
  • 50 ml Wasser
  • Eiweiß von 2-3 Eiern Klasse M ( 2x 75g in getrennten Gefäßen)
  • 4 TL Matcha-Pulver

 Für die Füllung brauchst Du

  • 200 g weiße Schokolade
  • 60 g Sahne
  • das Mark einer Vanilleschote
  • die geriebene Schale einer Limette (Bio)
  • 2 TL Zucker
  • 1 Schale frische Brombeeren

 

Und schon geht’s los:

Die Macarons backen

Die Zutaten für die Macarons musst Du genau (!) abwiegen. Du brauchst also definitiv eine Digitalwaage. Der Teig verzeiht nichts und die Macarons können schnell zu zäh, zu trocken oder platt wie eine Flunder werden, wenn bei den Zutaten ein Ungleichgewicht herrscht. Hast Du alles beisammen, kannst Du loslegen:

  1. Mandelmehl und Puderzucker gut vermischen und mindestens 1x fein sieben. Zweimal ist besser, geht aber auf die Arme 🙂
  2. Eiweiß vom Eigelb trennen. Je nach Größe der Eier kann es sein, dass 2 Eier nicht reichen. Wiege das Eiweiß deshalb auch genau ab. Notfalls sind es 3 anstatt 2 Eier 🙂
  3. Gesiebtes Mandelmehl + Puderzucker in eine Schüssel geben und die erste Ladung Eiweiß dazu geben (75g). Mit einem Spatel so lange rühren, bis eine zähe Teigmasse entsteht.
  4. Den Ofen auf 165-170°C Ober-/Unterhitze vorheiten. Auf keinen Fall Umluft verwenden und lieber etwas weniger Hitze einstellen, wenn Du weißt, dass Dein Ofen generell eher heißer wird.
  5. Das restliche Eiweiß (75g) steif schlagen und zur Seite stellen. Steif bedeutet: Mut zeigen und Schüssel über den Kopf halten 🙂 Es ist erst steif, wenn Du Dich traust und Dir nichts mehr entgegen kommt. 😀
  6. Wasser und Zucker zum Kochen bringen. Warte bis die Bläschenbildung langsam zurückgeht und es nur noch schwach vor sich hin köchelt. Dann kannst Du den Sirup weiter verarbeiten.
  7. Den noch warmen Sirup unter ständigem Rühren in den Eischnee geben und solange schlagen, bis eine Meringue ensteht und die Masse lauwarm abgekühlt ist. Die Meringue sollte glänzend weiß sein und an der Spitze der Rührstäbe sogenannte Vogelnasen bilden. Außerdem kannst Du einen „Fingertest“ machen. Der Zucker sollte sich vollständig aufgelöst haben. Wenn Du also etwas von der klebrigen Masse zwischen Deinen Fingern verreibst, sollte es sich nicht mehr körnig anfühlen.

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  1. Wenn alles passt: Einen Spatel voll Meringue in den Mandelteig unterrühren. Anschließend direkt die restliche Meringue dazugeben und so lange rühren, bis der Teig glatt und ebenmäßig wird. Nun das Matcha-Pulver unterheben, bis der Teig eine gleichmäßige grüne Färbung hat.
  2. Mit dem Zirkel Kreise auf der Rückseite (nicht glänzende Seite) des Backpapiers vorzeichnen, die einen Durchmesser von ca. 2-3cm haben. Die Kreise helfen Dir dabei, die Macarons ungefähr gleich groß hinzubekommen.
  3. Backpapier umdrehen und die Teigmasse in eine Spritztülle füllen, um sie auf dem Backblech zu verteilen.

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  1. Ich habe zwei Varianten ausprobiert und empfehle Dir Nr. 2:
    1. Kreise ziehen von außen nach innen. Hat nicht funktioniert. Die Macarons wurden platt und unförmig. Stellenweise hat man noch die „Ringe“ gesehen.
    2. Kleine Häufchen mit leicht kreisenden Bewegungen von innen nach außen formen, sodass die Masse ihren Weg nahezu allein findet. Hat super funktioniert. Die Macarons wurden schön hoch, fluffig und hatten die typische Form.
  2. Das Backblech nun ein paar Mal gegen die Arbeitsplatte schlagen, damit eventuelle Luftblasen, die sich im Teig gebildet haben, verschwinden. Anschließend lässt Du das Backblech bzw. die vorbereiteten Backpapiere mit Macaron-Teig für ca. 10-15 Minuten stehen. In dieser Zeit bildet sich eine Haut. Wenn Du den Teigklecks vorsichtig mit dem Finger antippst, sollte kein Teig mehr daran kleben bleiben. So weißt Du, dass die Macarons fertig sind zum Backen.
  3. Die Macarons für 10-15 Minuten (je nach Ofen) backen und anschließend direkt vom Blech auf ein Rost zum Auskühlen legen, sonst backen sie direkt am Blech fest und gehen kaputt, wenn man sie entfernen will. Ich habe zum Ablösen einen Tortenglätter verwendet, da das dünne, kühle Material mühelos unter die Macarons gelangt, ohne sie seitlich einzudrücken. Ein dünnes Buttermesser oder Ähnliches sollte aber auch funktionieren.

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Die Füllung anrühren

  1. Die weiße Schokolade in kleine 5-Cent-große Stücke hacken und zur Seite stellen.
  2. Die Sahne zusammen mit der Limettenschale, dem Zucker und dem Mark einer Vanilleschote erhitzen. Achtung: Nicht kochen!
  3. Das Sahnegemisch nun über die Schokolade geben und so lange über einem Wasserbad rühren, bis die Schokolade sich komplett aufgelöst hat.
  4. Die Schüssel für ca. 20 Minuten (zwischendurch immer wieder einmal prüfen) in den Kühlschrank stellen, damit die Masse wieder etwas fester wird und beim Verarbeiten nicht aus den Macarons herausläuft. Sie sollte eine breiige Konsistenz haben.

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Die Macarons zusammensetzen

  1. Die Schokomasse nun in eine Spritztülle oder -flasche geben und die Macarons befüllen. Versuche dabei, einen Ring auf dem Boden der Macaronhälfte zu ziehen, der noch etwas Platz zum Rand lässt. Die Lücke wird beim Zusammensetzen/ -drücken automatisch gefüllt.
  2. In den Ring legst Du nun eine Brombeere oder einen Löffel Brombeermarmelade… beides ist lecker. Anschließend kommt der Deckel darauf, den Du vorsichtig andrückst. Wenn Du große Früchte hast, solltest Du sie vorher halbieren, damit zwischen Füllung, Boden und Deckel keine unschönen Lücken oder Schrägen entstehen und Du nicht so hart drücken musst.
  3. Die Macarons abschließend noch etwas in den Kühlschrank stellen, damit die Schokomasse komplett fest werden kann.

Mein Mann sagt übrigens, dass ihm die Macarons gekühlt aus dem Kühlschrank besser schmecken. Ich dagegen mag die knusprige, fluffige, ungekühlte Konsistenz lieber. Deswegen habe ich sie, nachdem die Schokomasse fest geworden ist, auch wieder aus dem Kühlschrank genommen.

Du kannst ja beides einmal ausprobieren und mir sagen, welche Variante Dir besser schmeckt 😉

Zu den Macarons brühst Du Dir dann einfach einen leckeren Kaffee mit einem Schuss Milch. Und wie das geht, erzähle ich Dir direkt im Anschluss 🙂 Denn seit dem Melitta-Workshop bin ich Handfilter-Fan ❤

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R.i.P. geliebter Vollautomat – Was zuvor geschah

Unmittelbar vor dem Food Blog Day hat mein Vollautomat den Geist aufgegeben. Ein trauriger Tag in der Geschichte meines exzessiven Kaffeekonsums, denn ich hatte buchstäblich keine Ahnung, wie ich nun an meinen allmorgendlichen Kaffe gelangen sollte, ohne mich durch den Erwerb eines neuen Vollautomaten in Unkosten zu stürzen.

Eine ehemalige Kollegin meines Mannes hatte Mitleid und schenkte mir einen Handfilter aus Porzellan. Meine Leidensgeschichte hatte scheinbar die Runde gemacht, während ich zwischenzeitlich schon dazu übergegangen war, jeden Morgen leidend zum Bioladen an der Ecke zu laufen, um mich dort mit Soja-Milchkaffee versorgen zu lassen. Aber: Wie schwer kann das mit dem Filter schon sein, hm?

Vom Handfiltern hatte ich bisher so viel Ahnung hatte wie von Quantenphysik. Deswegen habe ich einfach irgendwie Kaffee in den Filter gestopft und heißes Wasser darüber gekippt – passt doch, oder? Hat halt bitter und irgendwie nicht so gut geschmeckt aber das lag sicherlich am doofen Filter und nicht an mir … 😀

Timon und das Melitta-Team werden sich jetzt vermutlich fassungslos schauend die Stirn reiben. 😉

Als die Anmeldung für den Food Blog Day dann doch noch klappte und mir beim Überfliegen der Workshops die Stichworte Melitta und Handfilter ins Auge stachen, stand für mich fest: Schicksal oder glücklicher Zufall: I don’t give a fu..dge. Ich melde mich für den Melitta-Workshop an und das gleich morgens um 11 Uhr. Denn nichts ist schöner, als den Tag mit gutem Kaffee zu beginnen. ❤

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Barista Timon und das Geheimnis der Kaffeearomen

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr, weil ich so aufgeregt war 😀 , aber wenn ich mit Erwartungen an diesen Tag und vor allem an den Workshop herangegangen bin, wurden sie eindeutig übertroffen. ❤

Abgesehen davon, dass wir unglaublich herzlich vom Melitta-Team empfangen wurden und man direkt ins Gespräch kam, habe ich unfassbar viel über Kaffee, dessen Zusammensetzung und Zubereitung gelernt … Und das, obwohl ich bisher dachte, mich mit Kaffee eigentlich recht gut auszukennen. 😀

Die gesamte Zeit hindurch durften wir Fragen stellen und Timon bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. An dem sogenannten Coffee-Flavor-Wheel, das im Zuge der Kaffeeverkostung zur Geschmacksbeurteilung genutzt wird, konnten wir einen ersten theoretischen Einblick in die Vielfalt und Zusammensetzung unterschiedlicher Aromen gewinnen.

Was mir aber besonders im Gedächtnis geblieben ist, war die Anmerkung zur Kombination der Geschmäcker begleitend zum Kaffee. Neben salzigen Crackern, die u.a. zwischen den Verkostungen zur Geschmacksneutralisierung im Mund helfen sollten, gab es nämlich auch wirklich köstliche Himbeer-Macarons, die, Du ahnst es, auch für mein heutiges Rezept verantwortlich sind.

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Die Macarons haben wir zum Kaffee des Jahres mit dunkler Schokonote probiert, da die Süße des Gebäcks das Aroma des Kaffees besonders komplimentieren sollte. Hat auch tatsächlich funktioniert: Durch die fruchtige Süße hat sich der Geschmack des Kaffees sogar noch einmal (positiv) verändert.

Bei Melitta ist für diese Geschmackszusammenstellung und -komposition übrigens ein ganzes Team zuständig … Traumjobpotenzial 😉 Stell Dir nur mal vor, Du testest den ganzen Tag lang Kaffeegeschmäcker und kombinierst neue Aromen. Das ist vermutlich nicht die tatsächliche Stellenbeschreibung aber als Kaffeeliebhaber darf man träumen, stimmt’s?

Neben schokoladig, würzig, nussig und herb hat mich besonders ein Aroma von den Socken gehauen: Ich weiß leider nicht mehr, wie der Kaffee hieß … aber vielleicht hilft mir das Melitta-Team auf die Sprünge?

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Falls Ihr diesen Beitrag lest, lasst mir bitte einen Kommentar da, wie der Kaffee mit der Cassis- bzw. Johannisbeernote heißt! Danke

Heiß und vor allem etwas kühler hatte man nämlich fast das Gefühl, jemand hätte eine Ladung Saft hineingekippt. Es hat großartig geduftet und noch viel köstlicher geschmeckt! Besonders wenn man geschlürft hat 😀

„Ihr müsst (laut) schlürfen!“ – Bitte was?

Wie wir verkostet haben, möchte ich Dir übrigens auch nicht vorenthalten. Denn wärst Du dabei gewesen, hättest Du einen teils amüsiert, teils beschämt dreinblickenden kleinen Haufen BloggerInnen angetroffen, die entgegen jeglicher guter Erziehung aus Kindertagen versuchten, ihren Kaffee LAUT zu schlürfen.

Ja, Du liest richtig: Es sollte bewusst geschlürft werden, da durch den Sauerstoff bzw. das Einsaugen von Luft die Aromen bei der Verkostung noch besser zur Geltung kommen. So richtig trauen wollte sich – inklusive mir – aber keiner. Und das trotz akustisch tatkräftiger Unterstützung seitens des Melitta-Teams. ❤

Ich muss aber auch ganz ehrlich gestehen, dass ich Sorge hatte, mich zu verschlucken, während ich den Kaffee aus der kleinen Tasse sauge. DAS wäre dann peinlich gewesen. 😀

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In fünf Schritten zur perfekten Tasse Kaffee

Probiert haben wir schlürfender Weise insgesamt übrigens fünf Sorten Kaffee. Wir sollten den Kaffee bewusst probieren wenn er noch heiß und wenn er bereits etwas abgekühlt ist, da die Aromen (ich sage nur Cassis), sich noch einmal etwas verändern, wenn der Kaffee kühler wird.

Ich kann Dir sagen: Es hat so (!) gut (!) geduftet und … das will was heißen … ich war schon lange nicht mehr so wach, wie an diesem Morgen. Mir ist auf dem Rückweg zum Hotel ganz schön das Herzerl gehüpft … richtig ungewohnt 😉

Alles in allem konnte ich aber unglaublich viel mitnehmen – inkl. einer großartigen Goodie Bag mit neuem Handfilter in der passenden Tassengröße, Kaffee, Bohnen, usw.

Und dank der tollen Beratung von Timon weiß ich nun auch, was ich bisher falsch gemacht habe bzw. wie ich mit einem Handfilter wirklich leckeren Kaffee hinbekomme. Ich überlege mittlerweile sogar, ob sich ein Vollautomat überhaupt noch lohnt. Soweit ist es schon gekommen 😉

Denn obwohl ich bei der Kaffeezubereitung morgens nun etwas länger brauche, lohnt sich jede zusätzliche Minute.

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Und damit Du auch auf den Geschmack kommst (pun intended), habe ich hier zusammengefasst die wichtigsten fünf Schritte zur perfekten Tasse Kaffee für Dich:

  1. Filtere Dein Wasser, dass Du zur Kaffeezubereitung verwendest. Du wirst direkt einen geschmacklichen Unterschied zu Wasser aus dem Hahn bemerken.
  2. Die ideale Temperatur zum Brühen liegt bei 92°C. Ein Hoch auf Wasserkocher mit Temperaturanzeige, so wie bei meinem ollen Teil 😉
  3. Mach den Filter nass, bevor Du Pulver hinein gibst. Das hilft bei der Entfaltung der Aromen.
  4. Lass den Kaffee blumen. Das bedeutet, dass Du etwas Wasser auf das Kaffeepulver gießt, bis es ca. 1 cm über dem Pulver steht.
  5. Wenn dieses Wasser durchgelaufen ist, gießt Du das restliche Wasser in kreisenden Bewegungen hinein … und zwar langsam, von der Mitte nach außen. Fertig. Nicht nachgießen, nicht versuchen „die Pulverreste vom Rand zu spülen“. Einfach laufen lassen 😉

Et voià: Köstlicher, köstlicher Kaffee in Deiner Tasse.

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Einmal blamieren am Tag soll ja den Charakter festigen…

Eine kleine Anekdote habe ich noch für Dich 😉 Denn ich wäre nicht ich, würde ich mir nicht mindestens einmal am Tag einen kleinen oder mittelgroßen Schnitzer leisten. Mittlerweile sehe ich das aber entspannt, denn es sind liebenswerte, lustige Schnitzer, die einfach zu mir gehören – und vielleicht geht es Dir ja ähnlich?

Ich stand da also, nett im Gespräch mit Timon und wurde gefragt, was meine liebste Kaffeesorte sei. Absolut überzeugt, voller positiver Eindrücke des Workshops und beflügelt vom Koffein sagte ich: Na der von Euch… der blaue … Arabica ist das glaube ich. Mit so einem Elefanten vorne drauf.

Timon schaute mich für eine Sekunde irritiert an, lächelte dann und sagte: Der ist von Tchibo.

Ups 😀 So kann es gehen. Da habe ich doch glatt mal die Konkurrenz gelobt 😉

Aber: Elefant hin oder her, ich habe den Tag schlürfend, schlemmend und staunend in vollen Zügen genossen und möchte an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich Danke sagen: Danke an das Melitta-Team und auch noch einmal an die Veranstalter des Food Blog Days, die das Ganze überhaupt erst möglich gemacht haben.

Natürlich interessiert mich auch wieder was Du am liebsten trinkst! Kannst Du überhaupt noch ohne Kaffee leben oder gehörst Du zu Team Tee? Hast Du eine Lieblingssorte Kaffee und brühst Du selbst oder drückst Du ganz entspannt auf Knöpfchen? 😉

Wie immer freue ich mich über Dein Feedback, Deine Kritik, Deine Ideen, Rezepte, Fragen und Anekdoten aus dem Leben eines Hobby Baristas 😉

Mach Lärm, Du weißt wie und wo das geht! ❤

 

 

 

 

7 Kommentare

    • Hey Andrea. 😄 Vielen lieben Dank. Es war der erste Versuch und ich bin wirklich glücklich mit dem Ergebnis. Zumal das Grün wirklich schön geworden ist, so ganz ohne Lebensmittelfarbe. Beim nächsten Versuch werde ich Fruchtpulver benutzen 😊 mal sehen wie das wird. Liebe Grüße

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  1. ich bin zugegeben kein wirklicher Matcha-Fan. aber dein Ergebnis sieht sehr beeindruckend aus ! Und das mit der Blamierregel- die kenn ich, die habe ich erfunden :-)- finde ich toll, dass du so ehrlich darüber berichtest …!!

    love
    sophia

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    • Ich glaube das Patent zur Regel müssen wir teilen 😉 Ich freue mich, dass die Macarons Dir gefallen. Ich war anfangs auch unsicher, ob es nicht zu sehr nach Matcha schmeckt, aber die Menge ist genau richtig, um eine schöne grüne Färbung und eine gaaaaanz leichte Matcha-Note zu bekommen, die super mit den Mandeln und Brombeeren, der weißen Schokolade und dem Limettenaroma harmoniert. Prinzipiell habe ich mir vorgenommen, immer das zu schreiben, was mir so passiert… auch wenn es mal nicht klappt. Ich finde, dass das dazu gehört 😉 Wäre ja langweilig, wenn es immer perfekt laufen würde 😀 Liebe Grüße

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