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DIY Visitenkarten Teil 1 | Was drauf muss, wie Du sie selbst designst und wozu ein Blogger sie überhaupt braucht. | #blogmuse

Bevor ich loslege, möchte ich mich bedanken: Jules, Ilka, Sandra und Patrick, Anita und Carola. Ich hab mich so gefreut, Eure lieben Wünsche heute hier und bei Facebook zu lesen. Die Migräne gestern war fies … und leider auch der Grund, weshalb der Post erst heute so spät online geht … aber sie ist zum Glück in die Niederhöllen zurückgekrochen aus der sie gekommen ist und ich bin wieder hergestellt. ❤

So. Nachdem das mal gesagt werden musste, fragst Du Dich sicher, wie es weitergeht bzw. was Du hier in diesem Beitrag findest. Nun, ich erzähle Dir:

  • wozu ein Blogger bitte Visitenkarten braucht, jetzt wo doch eh alles digital ist,
  • was auf eine Visitenkarte drauf muss
  • und wie Du Deine Visitenkarte selbst in Photoshop gestalten kannst.

Bist Du dabei? Dann los!

Wozu braucht ein Blogger denn bitte Visitenkarten? Ist doch eh alles digital!

Stimmt. Wir Blogger arbeiten in erster Linie digital und nicht auf Papier. Trotzdem gibt es Augenblicke, in denen Visitenkarten nicht nur verdammt praktisch sind, sondern auch einen guten Eindruck hinterlassen können.

Stell Dir also einfach mal die folgenden Szenarien vor:

Du beschließt, bewaffnet mit Deiner Kamera, Dein liebstes Café oder Restaurant zu knipsen, um darüber einen Beitrag zu schreiben. Das habe ich ja jüngst mit der Annabatterie in Mainz gemacht, woraus ein Gastbeitrag für Lauras Blog Herz an Hirn wurde. Als ich loszog, waren meine Visitenkarten gerade auf dem Postweg zu mir. Also musste ich meine Blog-URL und meine Mailadresse für die Cafébetreiber mit Kugelschreiber auf den Kassenbeleg kritzeln. Das war ziemlich unangenehm und hat einen weniger seriösen Eindruck hinterlassen. Zumindest glaube ich das. Mit Visitenkarte wäre es sicher professioneller und weniger strange rübergekommen.

Gleiches gilt für den Besuch von (Design-)Messen. Standbetreiber haben Dich viel weniger in Verdacht, dass Du fotografierender Weise Ideen mopst, wenn Du 1. nett fragst, ob Du Bilder machen darfst, und 2. ein Kärtchen bereit hältst, das Deinem Gegenüber Deine ernsten und aufrichtigen Absichten signalisiert.

Bag-and-hands-unsplash

Oder stell Dir nur mal vor, dass Du auf ein Blogger-Event eingeladen bist. Da triffst Du nicht nur viele andere Blogger, mit denen eine Vernetzung gleichzeitig den Beginn zahlloser cooler Projekte einleuten könnte. Nein. Da laufen im besten Fall auch Chefredakteure und Marketeers von großen Zeitschriften oder Firmen herum, mit denen es sich genauso lohnt zu quatschen.

Nehmen wir mal den Foodblog Day in Frankfurt als Beispiel. Da fahre ich am kommenden Samstag ja hin. ❤ Und ich bin super froh, dass meine Visitenkarten rechtzeitig fertig geworden sind. So kann ich nämlich, wenn es sich ergibt, einem Menschen von Burda, Melitta, Alpro Soja oder Kahla nach einem netten Gespräch meine Karte in die Hand drücken, was die Chance auf eine Kooperation erhöht.

Das Gespräch kann nämlich noch so nett sein. Am Ende des Abends und nach gefühlt 1.000 anderen netten Gesprächen hat der Marketeer oder Chefredakteur nämlich schon fast wieder vergessen, wer Du warst. Mit einer Visitenkarte im Gepäck kann er nach dem Event direkt schauen, wer Du bist, was Du machst und ob das, was Du machst bzw. was Du ihm erzählt hast, für ihn interessant ist.

Du siehst, Visitenkarten sind selbst für Blogger keine soooo schlechte Idee … was mich auch schon zur nächsten Frage bringt:

Was muss denn eigentlich auf so eine Visitenkarte drauf?

Nun, das ist schnell beantwortet 🙂 Auf allen Visitenkarten sollten IMMER IMMER IMMER die folgenden vier Dinge zu finden sein:

  1. der Name Deines Blogs
  2. Dein Name
  3. die URL Deines Blogs
  4. Deine E-Mail-Adresse und Deine Social-Media-Auftritte

Optional, wenn der Platz ausreicht, kannst Du auch ein Foto von Dir auf die Visitenkarte packen. Das ist aber kein Muss und Du solltest das auch nur tun wenn Du A. alle Infos, die Du unterbringen willst, nicht quetschen musst und Du Dich B. absolut damit wohlfühlst. Sonst macht das keinen Sinn.

Und glaub mir. Der Platz auf einer Visitenkarte ist begrenzt. Da passt wirklich nicht viel drauf … was mich direkt weiter zu meinem letzten Punkt bringt:

Wie kannst Du Deine Visitenkarten selbst in Photoshop gestalten?

Die oberste und allerheiligste Regel bei der Visitenkartengestaltung ist die:

Verwende nie eine Schriftgröße, die kleiner ist als 8pt.

Das kann man dann nämlich nur noch mit großer Mühe lesen. Darüber hinaus solltest Du immer bedenken, dass Du zu den Rändern hin einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten musst. Bündig bis zum Rand wird nämlich in den seltensten Fällen gedruckt und es gibt auch beim Zuschneiden der Bögen immer ein klein wenig Verlust.

Ich habe mich deshalb zuallererst schlau gemacht, welche Größe so eine herkömmliche Visitenkarte hat. Gelandet bin ich bei einem Scheckkartenformat von 89 x 55 mm. Davon kann man dann getrost zum jeweiligen Rand noch einmal 1-2cm abziehen. Diese Gestaltungsfläche ist die Safetyzone, in der Du problemlos gestalten kannst, ohne befürchten zu müssen, dass ein Teil davon bei der Produktion abgehackt wird.

Mir hat es sehr geholfen, die Arbeitsfläche in Photoshop direkt auf diese Maße einzustellen und eine zweite Zeichenfläche anzulegen. So hatte ich quasi die Visitenkarte blank und mit Vorder- sowie Rückseite vor Augen:

DIY-Visitenkarten-Tutorial-Photoshop-Zeichenflaechen-anlegen-Mohntage-Blog

Wenn Du mit Photoshop und Illustrator arbeitest, habe ich übrigens noch einen Tipp für Dich. Ich habe sie zu meiner Schande erst kürzlich entdeckt, kann aber nicht mehr ohne: Die Rede ist von der Bibliothek. Adobe bietet Dir nämlich die Möglichkeit, alles, was Du immer, immer, immer brauchst – wie beispielsweise Dein Logo, Schriften, Farben usw. – in die Creative Cloud Bibliothek zu legen. Du kannst so von überall und aus jedem (Adobe-)Programm darauf zugreifen. Ich finde das echt genial, weil ich mir so das lästige Fenster-Wechseln auf der Taskleiste und das leidige Copy-Paste-Drag-and-Drop-Theater erspare 🙂

Du ziehst Die Ebenen, Farben oder Schriftarten, die Du brauchst, einfach in die Bibliothek und zack … immer verfügbar:

Adobe-Creative-Cloud-Bibliothek-DIY-Visitenkarten-Mohntage-Blog

Aus der Bibliothek beschaffst Du Dir alle Designelemente, die Du für die Visitenkarte so brauchst. Und damit Du genau weißt, wo Deine Safetyzone ist, machst Du Dir einfach ein paar Hilfslinien. Die sieht man später auf dem Ausdruck nicht. Sie sind aber super nützlich, wenn es um die symmetrische Platzierung von Elementen auf der Visitenkarte geht.

Wenn sie Dir nicht angezeigt werden, gehst Du einfach auf „Ansicht“ und setzt ein Häkchen bei „Intelligente Hilflinien“.

Hilfslinien-einrichten-Adobe-Illustrator-Tutorial-DIY-Visitenkarten-Mohntage-Blog

Danach drückst Du Strg+R, was Deine Lineale an den Rändern erscheinen lässt, klickst mit gedrückter Maustaste auf das jeweilige Lineal und ziehst Dir vier Hilfslinien an die Zentimetermarke, die Deine Safetyzone markiert:

DIY-Visitenkarten-Tutorial-Illustrator-Hilfslinien-einfuegen-Mohntage-Blog

Mit Blick auf die Länge des Beitrags und die Uhrzeit (00:07 Uhr) machen wir hier jetzt mal einen Cut. Du wirst den Beitrag vermutlich sowieso erst später lesen, es sei denn, Du bist eine Nachteule 😀 Ich hingegen möchte aber dem nagenden Gefühl an meiner Hirnrinde Rechnung tragen und den Beitrag wenn nicht am Mohntag, dann am wenigstens noch am migränefreien Dienstag veröffentlichen, obwohl es schon Mittwoch ist… 😀 Ach ja … das liebe Ego-Tier.

Stay tuned for more …

Kommenden Montag zeige ich Dir dann, bei wem ich meine Visitenkarten habe drucken lassen und wie Du die Datei entsprechend exportieren und beim Anbieter hochladen kannst.

Außerdem habe ich Dir ja versprochen, ALLES aufzuschreiben, was während dem Relaunch so geschieht. Und – ich sage es Dir ganz ehrlich – ich habe meinen ersten Horrortiefpunkt hinter mir.

Schuld ist ein kleiner, niedlicher Kerl und tatsächlich mein Logo. Das alles aber noch in diesen Beitrag zu packen, würde daraus einen riesigen Monsterbeitrag machen. Deswegen belassen wir es bei diesem aufbauenden 1. Teil und stürzen uns in der kommenden Woche – diesmal definitiv am Montag (versprochen!) – auf die Tragödie … also den 2. Teil. Denn so könnte ich den kommenden Beitrag tatsächlich nennen: eine Tragödie.

Exposition, Steigerung der Handlung, Climax, retardierendes Moment … Katastrophe. Es war alles dabei und Aristoteles wäre stolz auf mich gewesen. Aber Du weißt ja auch schon, dass es gut ausgeht also ist es nur eine halbe Tragödie 😉

Trotzdem möchte ich Dir den dunkelsten Moment des Relaunch-Projekts nicht vorenthalten. Wäre ja irgendwie auch langweilig, wenn alles aalglatt und perfekt ablaufen würde, oder?

Ich freu mich also schon, Dir nächste Woche diesen kleinen Kerl hier vorzustellen und Dir zu erzählen, wieso er fast die Mohntage und meine Domain gekillt hätte.

DIY-Ninja-Alternativlogo-Mohntage-Blog

Ob er dafür büßen und einen tragischen Tod sterben musste oder ob er als tragischer Held lebend aus der Geschichte hervorgeht, wir werden es sehen …

Und wie immer gilt natürlich: Wenn Du Fragen hast, Anregungen, Kritik, Ideen oder selbst gerade Deine Visitenkarten gestaltest, raus damit. Mach Lärm! Lass mir einen Link da. Sag Hallo bei Facebook oder schick mir ein Bild über Tritter und Instagram. Fire away! Du weißt wie und wo das geht! Ich freu mich ❤

 

 

 

13 Kommentare

  1. Du bist so entzückend! 😀
    Und danke auch für den tollen Beitrag! Ich hab meine Visitenkarten aus einem bestehenden Design abgeändert, weil ich mich nicht über selbst gestalten drüber getraut hab. Zumal ich nicht genau wusste wo die Cuts gehören, was die Safezone ist etc. Da ist dein Beitrag wiedermal sehr hilfreich und ich freue mich auf mehr! 🙂

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    • Ach vielen lieben Dank ❤ ich freu mich so, dass die Serie so gut ankommt. Wenn Du magst, schick mir ein Bild von Deinen Karten via Twitter oder Instagram 🙂 Ich würd mich freuen ❤

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  2. Schön beschrieben. Ich erstelle bei uns im Büro die Visitenkarten und habe auch schon mal ein Layout angelegt für antetanni-Karten. Ich bin mir mit dem CI noch nicht ganz sicher, bin nämlich gerade am Überlegen, ob ich meinen Blognamen ändern möchte/soll usw. Ich glaube, ich muss die Ideen noch eine Weile köcheln respektive setzen lassen…
    LG ♥ Anni

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    • Vielen lieben Dank 🙂 Und: Dein Vorhaben klingt auch sehr spannend 🙂 Wenn es fertig geköchelt hat, sag auf jeden Fall mal Bescheid, was für ein Design Du gewählt hast. Das mit dem Domainnamen kommt mir bekannt vor. Ich habe ja den kleinen Kerl erwähnt. Der hätte beinahe meine komplette Domain inkl. dem Namen Mohntage gekillt. In welche Richtung soll es denn gehen mit Deiner Domain? Soll die Domain schon beschreiben, worum es geht? Oder sind Deine Gedanken dazu noch geheim? 😉 Liebe Grüße

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      • Die Gedanken sind nicht geheim. Da mein Blog ein buntes Sammelsurium an Handarbeiten, Gekochtem, Gesagtem, Gelesenem, Gesehenem usw. ist, hatte ich den Blognamen seinerzeit „neutral“ gewählt und finde das auch gut so. Er wollte auch weder weiblich noch männlich klingen, da meine Labels ja auch so lauten und ich da auch neutral bleiben wollte. Und für beides auch immer noch will. Ach, ich weiß auch noch nicht… Hast du Ideen? Ich freue mich über jede Anregung und jeden Gedankenaustausch dazu. Ist es einen Namenswechsel überhaupt wert und so weiter, und so fort… Du erreichst mich dazu gerne auch per E-Mail (Adresse im Blog).

        Schön, dass du dir Gedanken darum machst. Danke dazu und viele Grüße
        Anni

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  3. Oh, was für ein toller Beitrag. Bei mir stehen Visitenkarten auch noch an. Aber zuerst die Entscheidung, ob ich einen Domainwechsel (Eigenhosting) mache 🙂 Auf deine Tipps werde ich zurückkommen!! 🙂
    Lieben Gruß,
    Jenny

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    • Hey Jenny. Vielen Dank für das liebe Feedback 🙂 Würde denn ein Domainwechsel bei Dir auch mit einem Namenswechsel einher gehen? Ich bin auf jeden Fall total gespannt (… und neugierig). Lass mal hören, für was Du Dich entscheidest. Liebe Grüße

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  4. Hey, ich habe mich sehr darüber gefreut deinen Artikel zu entdecken. Zugegeben, erst dachte ich auch: Visitenkarten, heute noch, wozu ? Aber du hast mich mit deinen Argumenten überzeugt. Vielen Dank dafür und sonnige Grüße
    Kathi

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    • Hey Kathi, danke für Dein liebes Feedback 🙂 Morgen geht Teil II online, über Upload, Dienstleister und Feedback dazu. Lass auf jeden Fall mal was hören, ob Du Dich entschließt, welche zu machen.
      Liebe Grüße

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