Basteln, DIY
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DIY Fotobuch | 365 Mohntage in Bildern

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So schnell kann es gehen: Ein Jahr Mohntage liegt hinter mir – und  irgendwie auch hinter Dir. Denn Deine Ideen, Dein Feedback und Deine Kommentare sind ein fester Teil davon. Mein Blog wäre zwar auch ohne Dich immer noch ein Blog, aber mit Dir und den 156 anderen wundervollen Menschen schreibt es sich einfach viel schöner. Danke dafür! ❤

Zum ersten Geburtstag meines Blogs wollte ich deshalb auch etwas Besonderes machen. Nur die Frage nach dem „Was“ gestaltete sich schwierig, denn eine Idee wollte sich nicht so recht einstellen. Als ich dann gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könne, etwas für den CEWE Fotoservice zu gestalten, schlug die Muse wieder in gewohnt fester Manier zu. Denn was eignet sich besser, um die schönsten Momente eines Jahres festzuhalten, als ein Fotobuch? Eben! Mir ist auch nichts Besseres eingefallen – ich fragte also, ob ein frei gestaltetes Fotobuch OK sei, erhielt grünes Licht und machte mich an die Vorbereitung.

1 Bilder, Software und Format

Bevor ich loslegen konnte, sollte ich mir erst einmal ein Format aussuchen. Das ist tatsächlich der einzige Zeitpunkt gewesen, an dem ich mich ein wenig in Ausstattung und Preisliste eingelesen habe. Macht ja auch Sinn. Stell Dir nur mal vor, Du verbringst Stunden um Stunden mit mühevoller Gestaltungsarbeit, nur um festzustellen, dass Du Dein Budget überschritten hast.

Screenshot (1)

Entschieden habe ich mich letztendlich für ein quadratisches Format: Hardcover und Digitaldruck, was preislich vollkommen im Rahmen liegt. Allein das Format fällt ja schon in die Kategorie Sonderdruck – ungeachtet der Tatsache, dass es c4, also in Vollfarbe gedruckt wird.

Wenn Du Dich an meinen Blogrelaunch #1 erinnern kannst, weißt Du auch genau, dass ich anschließend Stunden damit verbracht habe, meine externe Festplatte nach den schönsten Bildern von 365 Mohn-Tagen zu durchsuchen. Ich kann Dir sagen, da häuft sich ganz schön was an. Die Finalisten habe ich dann in einem Ordner auf dem Desktop gesammelt, der sich problemlos mit der heruntergeladenen Bestellsoftware synchronisiert hat. Und nachdem ich für ein paar Minuten mit Spannung auf die Nutzeroberfläche gestarrt habe, stand für mich fest, dass ich es so mache, wie mit allen Programmen: Ich teste im Blindflug und greife nur auf ein Tutorial zurück, wenn die Intuition versagt. Diese Eigenschaft ist hauptsächlich meiner Ungeduld geschuldet, zeigt mir im Nachhinein aber auch, ob das Programm, mit dem ich arbeite, wirklich bedienfreundlich ist.

Übrigens kannst Du aufatmen, falls Du zu den Menschen gehörst, die ihre Bilder nicht auf Festplatten, sondern in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram speichern. Die Software bietet Dir nämlich an, Dich mit Deinen dortigen Konten zu verbinden, um die Bilder direkt von dort zu beziehen. Getestet habe ich das mal mit Instagram. Allerdings ist mir die Verbindung ein paar Mal abgebrochen, weswegen ich dann doch auf den Desktop-Ordner zurückgegriffen habe.

2 Freigeist oder „Stanzenfreund“ … für jeden ist was dabei

Ich muss gestehen, dass ich durch InDesign, InCopy, Illustrator & Co. ziemlich verwöhnt bin, was das Thema Layout und Bildgestaltung angeht. Darüber hinaus wollte ich nicht einfach nur Bilder mit passenden Bildunterschriften einfügen oder fertige Layoutvorschläge befüllen, sondern mich ein bisschen austoben, was die Gestaltung angeht. Ich war deshalb wirklich gespannt, welchen Spielraum mir die Software lassen würde.

Was mich beeindruckt hat, ist die Möglichkeit, die eigenen Schriften zu verwenden. Ich bin davon ausgegangen, dass es lediglich eine Auswahl an „Standardschriften“ gibt, zwischen denen man wählen kann. Umso überraschter war ich, als ich meine eigenen Fonts zwischen den verfügbaren Schriften gefunden habe. (Scheinbar erkennt die Software die bereits installierten Schriftarten.) Beim Beschriften des Buchrückens – ja das geht – wechselt übrigens die Ansicht, sodass man sehen kann, was man darauf schreibt.

Screenshot (24)

Und falls Du Dich jetzt fragst, was da Füße und Pfoten ins Bild hält… das ist mein Titeltier.

😀 Das nach Schnapspralinen schreiende Känguru, das als Printable eigentlich unsere Küchenwand ziert, war für mich das perfekte Titelbild, um 365 Mohn-Tage zu feiern. 🙂

Die restlichen Bilder wurden übrigens auch ohne viel Aufwand von der Software geladen und – das hat mir besonders gut gefallen – mit einem grünen Häkchen versehen, wenn ich sie schon einmal verwendet habe. Ungewollte Dopplungen sind somit ausgeschlossen. Die Software „schimpft“ sogar, wenn das Bild eine zu geringe Auflösung besitzt. Versuch Du mal ein rotes Warndreieck mitten auf dem Bild zu ignorieren … unmöglich 🙂

Screenshot (10)

Wer will, kann die Bilder mittels Doppelklick öffnen und innerhalb der Software (nach-)bearbeiten. Die Funktionen reichen hier vom klassichen Hell-Dunkel, über Kontrast, Graustufe und Sepia bis hin zur Korrektur der RGB-Werte. Vorab bearbeiten ist also gar nicht notwendig.

Screenshot (13)

Was das Design im Allgemeinen betrifft, bietet das Programm entweder die Möglichkeit, das Layout komplett frei zu gestalten, oder auf einen bunten Strauß an Layoutvorschlägen, Hintergrundfarben, Masken und Rahmen als Vorlage zurückzugreifen – ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass für Nutzer, die komplett frei layouten wollen, die Grundbedürfnisse im Vergleich zu Programmen wie Photoshop und InDesign deckungsgleich bedient werden. ❤

Gerade in diesem Zusammenhang hat es mich aber auch etwas stutzig gemacht hat, dass die Funktion, simple Formen einzufügen, beispielsweise ein Recht- oder Dreieck mit oder ohne Füllfarbe, nicht gegeben ist. Es ist zwar möglich, Bilder mit (bunten) Rahmen und Schattierungen bzw. Text mit Schatten zu versehen, eine rein geometrische Form kann man hingegen nicht einbauen.

Die vorgegebenen Rahmen und Masken sind auch nicht so mein Fall. Gerade Rahmen, die mit Vögeln oder Schleifen aufgehübscht sind,  erinnern mich doch stark an Cliparts aus den 90ern, die man damals in der Bibliothek von Word vorgefunden hat. Allerdings habe ich eine Bloggerin entdeckt, die ein Fotobuch als Scrapbook  gestaltet hat. Da machen die Cliparts dann wieder Sinn.

 

3 Design und Schrift

Wenn es um Typografie, Web- oder Grafikdesign geht, mag ich es eher minimalistisch und klar. Ein simples Zusammenspiel aus Bildern und Typographie mit möglichst viel White Space ist das, was mich bei vielen Magazinen und Grafikdesignern, denen ich bei Pinterest und Instagram folge, am meisten begeistert. Das wollte ich auch für mein Fotobuch, weshalb habe ich mich wirklich gefreut habe, dass man die Bild- und Textkästen nahezu frei verschieben und bündig bis an den Rand ziehen kann.

Screenshot (6)

Ich sage nahezu, da es mich schon etwas genervt hat, dass sich zwei Rahmen, die sich zu “nahe” kamen, sofort bündig schließen wollten. Will man das nicht, muss immer ein gewisser „Sicherheitsabstand“ eingehalten werden, den man nicht individuell festlegen kann. Aber auch damit lässt sich arbeiten 😉

Screenshot (33)

Und wenn man sich dann mal für ein Seitenlayout entschieden hat, das man vielleicht sogar wieder verwenden möchte, gibt es die Möglichkeit, das eigene Layout zu speichern. Gerade wenn das Fotobuch sehr umfangreich werden soll, hilft das enorm.

Screenshot (20)

Ein paar Probleme hat mir das Einfügen von größeren Mengen Text bereitet. Obwohl ich die Größe der Textbox vorher festgelegt habe, hat sie sich automatisch der Textmenge angepasst – und zwar so, dass ich die Ankerpunkte, mit denen ich hätte vergrößern oder verkleinern können, stellenweise nicht mehr gesehen habe. Darüber hinaus musste ich, auch wenn ich für den einkopierten Text eine andere Schriftart gewählt habe, diese zweimal auswählen, bis sie auch in der Ansicht erschienen ist – warum weiß ich nicht. Ich bin deshalb dazu übergegangen, die Texte, die ich einfügen wollte, noch einmal abzutippen oder nur kleine Häppchen zu kopieren, um sie anschließend noch einmal zu formatieren.

Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, denn im Großen und Ganzen betrachtet hat die Erstellung des Fotobuchs reibungslos funktioniert. Die Software stemmt ein ordentliches Angebot an wirklich guten Bildbearbeitungsfunktionen für Anfänger, Leute ohne Vorkenntnisse und Freigeister, die allein basteln wollen. Einschränkungen sind nur minimal vorhanden 🙂

4 Fotobuch-Finish

Ein bisschen konntest Du ja schon spionieren, wie das Innenleben meines Buchs so aussieht. Die vorgegebenen 26 Seiten haben auch gerade so ausgereicht. Klar, ich hätte noch Seiten dazu kaufen können, aber dann wäre vermutlich jedes einzelne Bild im Buch gelandet. Als Versandpartner habe ich mir amazon ausgesucht. Man kann das Buch zwar auch bei DM oder in anderen Läden abholen, aber der Postversand ist mir dann irgendwie doch lieber.
Bis das Buch bei mir ist, dauert es ca. 8-10 Werktage. Zwar gibt es die Möglichkeit für einen Aufpreis einen Expressversand oder die Kombination Expressdruck und -versand auszuwählen, aber: das Buch wäre laut voraussichtlichem Lieferdatum jeweils genau einen Tag schneller bei mir. Und da muss ich ganz ehrlich sagen: Nein. Das ist mir das Geld nicht wert. Ich verstehe zwar, dass es eine Weile dauert, bis ein Buch gedruckt, gebunden und geleimt ist, und dass es dann noch verschickt werden muss – aber als Express würde ich eher 3-4 Werktage betrachten.

CEWE-Fotobuch-Mohntage-Blog-Happy-Birthday

Nach 8 Tagen konnte ich mein Buch dann endlich in Händen halten und muss sagen: Ich bin sehr zufrieden damit. Es ist doch schon etwas anderes, einfach mal ins Regal zu greifen und durch ein Buch zu blättern. Bilder, die seit Jahr und Tag auf einer Festplatte ihr Dasein fristen, schaue ich mir eben leider doch nicht so oft an.

CEWE-Fotobuch-Mohntage-Blog-Logo-Logisch-Kreisel

Ich plane übrigens schon das nächste Fotobuch für meine schon bereisten Fleckchen Erde. Vielleicht mache ich auch mal eines nur zum Thema Stricken und Nähen … wer weiß 🙂


Was machst Du eigentlich so mit Deinen Bildern? Sammelst Du sie auch auf einer Festplatte? Lässt Du sie vielleicht sogar noch entwickeln und klebst sie ein? So richtig mit Fotoecken und Prittstift?

Wie immer freue ich mich über den Feedback, Deine Kritik, Ideen, Anregungen, lustige Anekdoten.
Mach Lärm, Du weißt wie und wo das geht! Ich freu mich ❤

6 Kommentare

  1. Liebe Anne,
    alles Gute zum Blog Geburtstag! Wow, was machst Du Dir für Arbeit …
    Ich mache jedes Jahr vor und für Weihnachten zwei Foto Kalender mit den schönsten Schnappschüssen des Jahres. Die Großeltern freuen sich dann im Folgejahr jedes Monat auf ein neues, stimmungsvolles Foto von ihren Kindern und Enkeln.
    Mach weiter so mit Deinem Blog!
    Liebe Grüße von Christina

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    • Liebe Christina, vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Kalender mit den Liebsten zu verschenken ist eine sehr schöne Idee 🙂 Kannst Du Dich eigentlich noch an Dein Feedback zur Logo-Abstimmung erinnern? Das ist zusammen mit den Logos im Buch abgedruckt 😀 Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

      • Ui, was für eine Ehre 😉 Ich weiß nicht mehr genau, was ich geschrieben hatte, aber ich weiß noch, dass ich mir die Logos lange angeschaut hatte , bevor ich dazu etwas schrieb. Dein Blog gefällt mir wirklich gut, nicht nur das Logo, Du gibst Dir sehr viel Mühe mit dem Design insgesamt!
        Schönen Sonntag wünscht Dir
        Christina

        Gefällt 1 Person

      • Das freut mich wirklich sehr. Vielen lieben Dank! 🙂 Du hattest damals das Folgende geschrieben:

        Alles im Leben bewegt sich, zwar manchmal auch im Kreis, aber man kann das auch positiv sehen. Ich finde, es hat auch etwas Gutes, Verlässliches, so wie die Jahreszeiten, die immer wiederkehren.
        Der Kreisel ist flink und agil, manchmal dreht er sich schnell, dann wieder langsamer. Alles so wie im Leben.

        Und das ist etwas, das wesentlich zur Entscheidung beigetragen hat 😉

        Liebe Grüße und Dir auch einen schönen Sonntag.

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  2. Vielen Dank für dein Feedback zur Fotobuchgestaltung. Ich bin auch Fan von Fotobüchern. Gerade letzte Woche habe ich ein neues bei Rossmann abgeholt. Ich denke, dass Design ist ähnlich zu dem von CEWE. Die ganze Familie freut sich, wenn wieder ein neues Fotobuch dazu kommt. Bilder im Buchformat machen einfach Spaß. Gerade die Kinder holen sie sich gern raus und schauen sie sich an. Ich mache fortlaufende Bücher und schreibe auf den Buchrücken die Nummer und die Zeit, die sie abdecken. LG Undine

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    • Das ist eine so schöne Sache! 🙂 Es sind ja auch schließlich Erinnerungen, die man gerne erhält. Klar hat man irgendwann einen ganzen Haufen Bilder auf irgendeiner Festplatte – aber die schönsten davon haben ein Album verdient 🙂

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