Eat stray love, Unterwegs
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Urlaub in København: Ich hab‘ jetzt schon genug …

… Bilder und Impressionen gesammelt, dass ich doch noch mit einem Reisetagebuch anfangen muss, bevor der Urlaub (leider, leider) dem Ende zugeht. Wer bisher noch nicht in Kopenhagen war, muss augenblicklich die Koffer packen und buchen, um diese wunderschöne, herzliche, gemütliche Stadt zu entdecken. Wollte ich es mit einem Wort beschreiben, würde ich mich definitiv bei den Dänen bedienen: Kopenhagen ist der Innbegriff von hygge! ❤ Also: På med vanten! Tag #1: Ein Hauch von Amsterdam, Smushi und das ultimative Winterwunderland.

Eigentlich ist es ja der zweite Tag gewesen, an dem wir so richtig auf Erkundungstour gegangen sind. Denn sportlich und unkaputtbar wie wir sind, haben wir den 4:50 Uhr-Wecker direkt nach einer ausgiebigen Silvesterparty fantastisch weggesteckt. Erkundet haben wir deshalb vor allem erstmal die wirklich wirklich bequeme Couch und anschließend das kuschelige Bett unserer Ferienwohnung 😀 Ich kann unsere kleine Bleibe in Valby übrigens absolut empfehlen. Man erreicht die Innenstadt Kopenhagens in gut 10-20 Minuten vom Bahnhof aus oder mit den zahlreichen Bussen. Ein Geldautomat, eine Apotheke, drei Supermärkte und unzählige Cafés sind in 2-5 Minuten Lauflänge erreichbar und es fährt IMMER irgendetwas dorthin, wo man gerade hin möchte.

Wir wollten uns zuerst einmal einen Überblick verschaffen. In Kopenhagen geht das zu Fuß, mit Fahrrädern, Segways, den Öffentlichen und den Hop-on-and-off-Touren. Da ich immer ALLES sehen, mein Mann aber möglichst stressfrei und gemütlich urlauben will, sind wir große Fans der Hop-on-and-off-Touren geworden. Kopenhagen bietet das mit Bus und Boot an, denn die Stadt hat zahlreiche Kanäle … ein Hauch von Amsterdam …, die man definitiv zu Wasser erkunden sollte. Womit wir nicht gerechnet haben, war die krasse Kälte. Wetter.com sagte -3°C, gefühlt wie -10°C. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie gelogen haben, um es erträglicher zu machen. Aber: ab der 6. Schicht Kleidung kann man sich wunderbar draußen bewegen und hält sogar … so wie ich alte Hardcore-Fototouristin … die einstündige Bootstour an Deck (!) und nicht im beheizten Innenraum des Bootes aus 🙂 Auf einem der Bilder sieht man tatsächlich das gefrohrene Wasser an den Anlegestellen der Boote. Gelohnt hat sich das Bibbern allemal ❤ Wobei mich der starke Kontrast zwischen den klaren, aufgeräumten Bauten, wie beispielsweise der Oper oder dem „schwarzen Diamanten“, und dem deutlichen Einfluss niederländischer Renaissance Architektur am meisten beeindruckt hat. Den Sorte Diamant („der schwarze Diamant”) beherbergt die dänische königliche Bibliothek. Die Fassade aus poliertem Granit spielt mit Licht und Farbe, je nachdem von welcher Perspektive aus man das Gebäude betrachtet 🙂

Gestrandet sind wir anschließend in der Strøget. Wobei „Strich“ (= Strøget) hier nicht gleich Strich ist 😉 Die Strøget ist DIE Einkaufsstraße in Kopenhagen, in der sich Boutiquen, riesige Kaufhäuser, Restaurants und Cafés dicht an dicht reihen. Irgendwo dazwischen findet man  auch die Porzellanmanufaktur, das Royal Copenhagen. Ein bisschen versteckt, aber eigentlich direkt nebenan und definitiv einen Besuch wert ist das Royal Smushi. Was das ist? Na Smørrebrød in Sushi-Größe. Kuchen, Kaffee und Tee sind aber auch absolut köstlich. Allerdings muss man aufpassen, dass man einen Platz bekommt. Das Royal Smushi ist fast immer voll besetzt.

Nach Einbruch der Dunkelheit haben wir uns auf den Weg zurück zum Rathaus gemacht. Unser Ziel war es, uns einen Bus zu schnappen, um dann noch einmal den neuen Star Wars-Film im Original mit dänischen (!) 😀 Untertiteln zu sehen (haben wir um 21:30 Uhr dann sogar noch getan). Angezogen wurden wir vorab jedoch wie die buchstäblichen Motten vom schillernden Lichtermeer des Tivoli Vergnügungsparks.

„Magisch“ ist das Wort, das mir zum zweitältesten Vergnügungspark der Welt einfällt. Es ist sicherlich auch tagsüber eindrucksvoll, aber bei Nacht – und dann noch weihnachtlich dekoriert – hat es meinem kleinen, liebenden Weihnachtsherz den Rest gegeben. Überall waren Büdchen, unglaubliche Fahrgeschäfte, köstliches Essen, Feuerwannen zum Aufwärmen … der Geruch von Glühwein, Zimt und gerösteten Mandeln und Lichter … Millionen und Abermillionen von Lichtern. Auf dem kleinen Teich haben sie sogar zur Musik der Nussknackersuite Lichter auf dem Wasser tanzen lassen ❤ ❤

Und während ich, kichernd und genießend, mit Kamera und Glühwein bewaffnet, den Park erkundet habe, ohne dabei auch nur eine Sekunde aus dem Staunen herauszukommen, hat mein Mann jedes Extrem-Fahrgeschäft mitgenommen, dass er finden konnte. G-Kräfte ahoi … mir wurde da ja schon vom Zusehen schlecht! Aber irgendwo da drin sitzt er …

Und als wäre das noch nicht genug gewesen, hat sich der Park mit einem gewaltigen Feuerwerk in die Winterpause verabschiedet. Leider hat mein Kameraakku nach 6 tapferen Stunden Dienst selbigen direkt vor Beginn des Feuerwerks quittiert. Ich habe aber ein Video gefunden, das – auch wenn es das Neujahrsfeuerwerk im Tivoli ist – tatsächlich so aussieht, wie unser Feuerwerk 🙂

Chapeau, Kopenhagen! Wir haben uns verliebt ❤ … mal sehen, was Du noch so zu bieten hast.

 

 

 

 

12 Kommentare

    • Liebe Maria, vielen Dank! Es gibt hier so viel zu sehen, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Ich glaube ich stelle am Ende alle Bilder auf die Facebook-Seite. Hier ist der Speicherplatz ja begrenzt. 😅

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  1. Sehr, sehr schöne Fotos und toller Reisebericht. Ich war letztes Jahr auch das erste Mal in Kopenhagen und direkt begeistert. Ein tolles Urlaubsziel, da war ich sicher nicht zum letzten Mal. Die Bootstour haben wir auch gemacht – da entdeckt man unheimlich viel und es bieten sich tolle Foto-Opportunities 🙂

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  2. Pingback: 365 Mohntage: Das war krass, 2016! | mohntage

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