DIY, Nähen
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DIY Nadelkissen Kaktus nähen | Mein kleiner grüner Kaktus …

… entpuppt sich immer wieder als bestechender kleiner Helfer bei großen und größenwahnsinnigen Nähprojekten. Da Weihnachten näher rückt, er schnell gebastelt ist und sich auch sehr gut als kleines Geschenk für gleichgesinnte DIY-Verrückte eignet, will ich Euch heute kurz erzählen, wie Ihr Euch einen eigenen kleinen Handarbeitshelfer gestalten könnt.

Ihr braucht:

  • ein Päkchen brauner Fimo
  • ein robuster, flacher Plastikknopf mit zwei Löchern in der Größe einer Euromünze
  • eine Nähnadel, die durch die Knopflöcher passt,
  • Füllwatte
  • grüner Bastelfilz (ein DIN A5 Bogen sollte genügen)
  • Filzreste in unterschiedlichen Farben für die Blüte
  • ein Bleistift
  • ein DIN A4 Blatt Papier für das Schnittmuster
  • grünes Nähgarn
  • eine Nähmaschine
  • ein Pinsel
  • ein Pott Glanz- oder Mattlack (ich nehme immer gerne den Bastellack, an dem später sogar Kleinkinder herumnuckeln können … also am lackierten Spielzeug … Der stinkt überhaupt nicht.)

Und so geht’s:

Malt Euch die Form des Kaktus auf das Papier. Welche Form er haben soll, könnt Ihr selbst entscheiden. Bedenkt nur, dass gerade bei dünnen Kaktusarmen die Nahtzugabe (1cm) mit eingezeichnet werden muss, nicht dass Ihr am Ende so eine dünne Wurst am Kaktus hängen habt! 🙂

Die Nahtzugabe am unteren Rand des Kaktus sollte 2,5 cm lang sein. Ihr braucht den Extrastoff, um den Kaktus später in den Blumentopf zu bekommen.

Schneidet das Schnittmuster aus, übertragt es auf den Filz (nehmt den Filz direkt doppelt!) und fixiert die Teile anschließend mit ein paar Heftnadeln. Näht nun einmal um den kompletten Kaktus herum und lasst ausschließlich den unteren Teil offen. Stülpt den Kaktus nun auf links. Formt und schneidet kleine Blüten aus den bunten Filzresten und näht die Blume dort fest, wo sie sitzen soll. Stopft anschließend so viel Watte in den Kaktus wie möglich. Er muss richtig prall sein, damit die Nadeln später gut darin haften und er die Form behält. Wenn nichts mehr hineinpasst, schließt auch diese Naht mit der Nähmaschine.

Jetzt kommt der Teil, den Ihr auch mit einem fertig gekauften Miniblumentopf vermeiden könnt. Aber wo wäre da der Spaß, wenn wir uns den Blumentopf nicht auch selbst modellieren. Außerdem könnt Ihr direkt beim Modellieren testen, ob der Topf später stabil genug steht, wenn wild an ihm herumgepiekst und gezerrt wird.

Schnappt Euch also die Modelliermasse (Fimo) und formt erst einmal einen Zylinder, der ungefähr die halbe Höhe hat, die Euer Blumentopf später haben soll. Parallel könnt Ihr den Ofen schon einmal auf die auf der Verpackung angegebene Temperatur vorheizen. Es müssten 160°C sein – aber schaut sicherheitshalber noch einmal nach.

Piddelt und formt nun mit den Fingerspitzen eine Mulde, damit Ihr die Ränder des Zylinders langsam nach oben modellieren könnt. Wenn Ihr die gewünschte Höhe/Form/Dicke erreicht habt, drückt den Blumentopf vorsichtig mit dem Rand auf die Arbeitsplatte, damit der Rand schön ebenmäßig ist. Sanftes Rollen über den Tisch/die Arbeitsfläche hilft ebenfalls dabei, kleinere Beulen und Fingerdatscher zu glätten.

Wenn Ihr mit der Form zufrieden seid, nehmt den Knopf und drückt ihn vorsichtig in den Boden, dass er mit der Fimomasse auf gleicher Ebene ist. Der Knopf darf nicht herausstehen, sonst wackelt der Kaktus später. Schnappt Euch nun die Nähnadel und stecht von innen durch den Fimo in die beiden Knopflöcher. So könnt ihr später, wenn der Fimo hart ist, den Filzstoff durch den Topf mit dem Knopf (oh das reimt sich) vernähen 🙂 Den Knopf müsst Ihr vor dem Backen wieder herausnehmen. Es genügt der Negativabdruck, der aushärten kann. Ein Knopf würde im Ofen vermutlich schmelzen.

Der Fimo-Topf wandert nun in den Ofen für eine halbe Stunde. Schaut aber bitte (!) auf die Packung. Backzeit und Temperaturangabe können variieren. Ist der Fimo-Topf fertig gebacken und ausgekühlt, könnt Ihr ihn lackieren.

Zum Schluss müsst Ihr nur noch den Filzkaktus am Topf befestigen. Stecht dazu mit Nadel und Garn ein paar Mal in die Nahtzugabe des Kaktus ein und fädelt die Nadel dann durch eines der beiden Knopflöcher und den dahinterliegenden Knopf, den Ihr nun wieder in seine Form drücken könnt. Das Ganze wiederholt Ihr jetzt noch min. 3-4 Mal, bis Ihr das Gefühl habt, dass der Kaktus stabilen Halt in der Fimo-Form hat und der Knopf nicht mehr wackelt.

Geschafft! Vor Euch … und nur vielleicht draußen auf dem Balkon … steht Euer eigener, kleiner grüner Katus.

Wenn Ihr selbst einen bestechenden kleinen Helfer bastelt, verlinkt mir gerne ein Bild davon!  Oder habt Ihr andere Nadelkissen gebastelt? Zeigt sie mir! Ich bin gespannt! ❤

Oh… und dort im Hintergrund steht er … mein Herzstück, das mir noch im Laden, in dem ich es gekauft habe, ein paar Freudentränchen abgerungen hat. Dieser kleine bunte Brummkreisel aus Blech ist so ziemlich genau DER Brummkreisel, den ich als Kleinkind besessen habe! ❤ Wie hätte ich aus dem Laden gehen können, ohne ihn zu kaufen? Was wären die Mohntage ohne Brummkreisel? 🙂

 

 

 

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  1. Pingback: DIY Kaktus Nadelkissen nähen + Schnittmuster & Video | mohntage

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