DIY, Nähen
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Jersey Kleid nähen | Mein erstes selbstgenähtes Kleid

Kleider waren bisher (…) kein fester Bestandteil meines Kleiderschrankes. Ihr könnt Euch also vorstellen, wie viel Überwindung es gekostet hat, die Schere anzusetzen und ein Kleid aus den 1,80 m Stoff herauszuschneiden. Den Schnitt habe ich in der aktuellen Ausgabe des Magazins La Maison Victor (Ausgabe Juli-August) entdeckt. Den Jersey-Stoff hatte ich eigentlich für einen Mantel reserviert … aber: Wenn die Liebe zuschlägt, hat man keine Chance. ❤

Das Kleid wurde im Original mit einem gestreiften Strickstoff genäht. Der (relativ feste) Jersey, den ich verwendet habe, hat aber auch keine Probleme gemacht. Ein paar Dinge sollte man jedoch beachten, wenn man mit bi-elastischen Stoffen arbeitet und vor allem: mit Mustern!

Tipp Nr. 1:

In vielen Anleitungen ist davon die Rede, elastische Stoffe mit einer Overlock-Maschine zu nähen. Das mag ja sein 🙂 Aber was tut man, wenn man (noch) keine Overlock besitzt? Diese Frage habe ich mir oft gestellt, bis ich herausgefunden habe, dass man elastische Stoffe auch mit dem Stretch-Stich nähen kann. Das Ding hält Bombe und macht jede Bewegung mit. Auf den meisten Nähmaschinen sieht das Ding so aus:

Super Stretchstich

 

Tipp Nr. 2:

Muster! Als relativ blutige Nähanfängerin  (… vielleicht mittlerweile auch Medium Raw …) habe ich naturgemäß das getan, was Nähanfänger tun sollten: Mein erstes Nähprojekt war eine Hose, was sonst … und dieses Kleid hat ein Muster, das geradezu Clusterfuck schreit. Da kann man nicht einfach den Stoff doppelt nehmen und hoffen, dass die Streifen halbwegs aufeinander passen. Aufeinander passen ist aber ein gutes Stichwort. Wenn Ihr Stoffe mit Mustern verarbeitet, solltet ihr … so gut das möglich ist … darauf achten, dass das Muster durch die Nähte nicht unterbrochen wird. Wenn Ihr den Stoff nicht mittig faltet, sondern die rechte und linke Seite in der Mitte zusammenlegt, könnt Ihr das Schnittmuster so legen, dass das Muster an den Rändern so gut es geht harmoniert.

Stoff falten

 

11 Kommentare

  1. Der Stoff ist riiichtig cool. Und der Zuschnitt-Tipp ist auch super. Obwohl mir das ja immer so ein kleines bissl egal, wenn die Seitennähte nicht ganz hinhauen. 🙂 Aber ich nähe auch nach dem „Hauptsache, es hält“-Motto. 😉

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    • Und Dein Motto kommt mir mehr als bekannt vor. Bei diesem Stoff hat es sich angeboten drauf zu achten … da setzt sich Ordnungs-Hyde mal gegen Chaos-Jekyll durch 😉

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    • Ja. Der Stoff ist bombe. Eine der seltenen Situationen, in denen ich mal einen Burda-Stoff kaufe. Der Jersey war … ich glaube Frühjahrsausgabe (?) … auf dem Cover. Gesehen … verliebt … gekauft 🙂 Da es nun aber kein Mantel geworden ist, reicht der Stoff noch für eine Hose … oder zwei Tops. Mal sehen … die Möglichkeiten ❤

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      • Also ich würde ja noch ein Kimono-Tee machen (Maria Denmark) unnnd… öhm…. nen großen Loop nähen. 🙂 Wenn mich jemand fragen würde. 😉

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  2. Sieht super aus!! Der Stoff ist der Hammer! Wenn ich doch mal über den Status des „für Fastnacht reicht das Kleid“ – Klamotten Näh-Fähigkeit hinaus käme, würde ich das auch so gerne mal machen. Musst mir mal nen Kurs geben 😉 LG

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    • Danke Dir für das liebe Feedback. Das freut mich. Aber ganz ehrlich? Ich bin auch noch absolute Nähanfängerin und befinde mich im Stadium „dezente Panik“, wenn ich den ersten Schnitt in den Stoff mache. Wolle kann man ribbeln, Schnitte sind entweder gut oder nicht 😀 Was mir aber wirklich viel gebracht hat, ist die Nähzeitschrift La Maison Victor und die britische Sendung The Great British Sewing Bee. Die Zeitschrift verfügt über tolle Schnitte mit Schritt-für-Schritt Bildanleitungen und man lernt sehr viel über Stoffe, Schnitte, Sticharten und Nähte. Das Kleid ist zum Beispiel aus der Sommerausgabe von LMV.

      Liebe Grüße

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      • Mein Problem sind oft geschriebene Anleitungen die ich nicht raffe und bei denen mir Fotos oder eine persönliche Erklärung fehlt. Manchmal ist mein Hirn nicht fähig sich den Rest dazu zu denken. Wie bei den Einstellungstests mit den Motiven wo man sagen musste: wenn man dieses Objekt nun nach Rechts dreht, wie sieht es dann aus. Antwort A,B oder C?
        :-DDDD

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      • Geht mir ganz genauso. Deswegen stehe ich beispielsweise mit Burda auf Kriegsfuß 😂 aber wie gesagt. Die Zeitschrift macht genau das: Bilder von jedem einzelnen Schritt. Und auf der Homepage gibt es für manche, leider nicht alle Modelle, ein komplettes Nähvideo. Vielleicht wäre auch Makerist was für dich? Die haben teilweise echt gute Videokurse. 😊 so … und jetzt Schluss mit der Schleichwerbung 😅

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  3. Hallo Yvonne,
    was für ein tolles Kleid! Das macht mir Mut. Ich bin blutige Anfängerin, habe einige Nähkatastrophen hinter mir und frage mich, ob ich es jemals schaffe, mir ein Kleid zu nähen. Oft sitze ich vor der Beschreibung und über meinem Kopf schweben nichts als Fragezeichen.
    Aber dein Artikel macht mir Mut. Und ich bin froh, dass es auch ohne Overlock geht. Wenn man dem Netz glauben schenken will, geht ja nix mehr ohne… 😉
    Liebste Grüße,
    Susanne

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    • Liebe Susanne. Ich kann absolut nachempfinden wie es Dir geht. Viele Anleitungen… gerade bei Burda sind völlig unverständlich geschrieben. Was ich Dir ans Herz legen kann sind die Videos auf Makerist. Die muss man zwar kaufen aber sie sind klasse 😄 und in der Zeitschrift La Maison Victor ist jede Nähanleitung mit Bildern versehen wie es gemacht wird. YouTube hat mir auch sehr geholfen für die Grundtechniken. Ich besitze nur eine poplige 150€ Maschine und die reicht für den Anfang auch völlig aus. Overlocker sind nur „praktisch“ weil sie die Nähte super versäubern. Das kriegt man aber auch mit einer normalen Maschine hin 😉 also nur Mut! Liebe Grüße Yvonne

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