DIY, Stricken
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DIY Häkel-Lampions | Wenn einem mal ein Licht aufgeht, dann richtig!

Sie hängen schon seit Jahren und schaffen es doch erst jetzt in einen Beitrag: Meine gehäkelten Lampions. Entstanden sind sie aus Wollresten. Denn die hat man ja immer. Zumindest zähle ich mich zu der Spezies Wollhamsterer, die immer ein Knäuel zu viel besitzt, um der Misere zu entgehen, am Ende einen Pulli ohne Ärmel zu haben 🙂 Was tun also, wenn die Schubladen überquellen und der Postbote das nächste Paket mit Garn schon vor der Haustür abgeladen hat? Richtig! Einfach mal drauf los stricken. Alles was Ihr braucht sind:

  • Wollreste (bevorzugt dünne Wolle z.B. 120m/50g),
  • eine Häkelnadel Nr. 3,5,
  • eine LED-Lichterkette mit Stofflampions (LEDs erzeugen keine Hitze!),
  • Luftballons,
  • Haarlack,
  • eine Stricknadel
  • und eine Nagelschere.

 

Und so geht’s:

Ihr benötigt eine Lichterkette mit runden Stofflampions. Ich habe meine aus dem Baumarkt geholt. Die bekommt man da mittlerweile an jeder Ecke. Von diesen Lampions schält ihr alles ab, bis nur noch der untere und der obere Ring inkl. Halterung für das LED-Licht übrig bleiben. Achtung: Piddelarbeit! Bewaffnet Euch am besten mit einer Nagelschere und macht das nur an Tagen, an denen Ihr nicht leicht reizbar seid. Alles andere wäre Wahnsinn! 😀

Um den Ring häkelt Ihr mit einer Häkelnadel Nr. 3,5 und Wolle mit LL 120/50 24 Maschen. Von dort nehmt ihr jede dritte, in der nächsten Runde jede vierte und dann noch einmal jede fünfte Masche zu (ganze Stäbchen). Die 6. und 7. Runde häkelt Ihr ganz normal. Danach nehmt Ihr jede 5.,4. und 3. Masche in den jeweiligen Runden wieder ab. So entsteht ein schönes Oval. In der letzten Runde umhäkelt Ihr gleichzeitig den zweiten Plastikring.

Halbzeit – fast geschafft! Nun schnappt Ihr Euch einen Luftballon und eine Dose Haarlack, der so richtig fies klebt. Es gibt da so eine gelbe Dose einer hippen Marke, die ich hier nicht erwähnen will. Das Zeug hält bombe und ich würde es mir nie in die Haare sprühen. Aber zum Basteln der Lampions ist es nahezu perfekt.

Es ist Zeit für die Luftballons. Einen davon stopft Ihr in den gestrickten Lampion und pustet ihn auf, bis Ihr zur gewünschten Form gelangt. Wenn man das Muster sieht und der Lampion so richtig schön rund ist – Knoten in den Ballon! Dann sprüht Ihr alles mit Haarspray ein. Vorsicht! Hier droht Erstickungsgefahr. Macht das an einem offenen Fenster oder auf dem Balkon! Wenn Ihr das Zeug nicht gerade einatmet, ist alles gut. Der Lack hält bombig, er riecht angenehm (Haarspray eben) und verklebt die Wolle nicht so sehr wie flüssiger Klarlack. Lasst nun alles trocknen. Sobald die Wolle sich fest anfühlt (sie knirscht beim vorsichtigen Drücken etwas), lasst Ihr die Luft aus dem Ballon entweichen und holt ihn heraus. Die Lampions dürfen ein wenig nachgeben, sollten ihre runde Form aber behalten. Falls nicht, einfach noch mal in den Ballon pusten und eine weitere Schicht Haarspray darauf sprühen. Besonders gut trocknet das Ganze an der Heizung. Ich habe dazu den Überschussfaden an einer Stricknadel festgeknotet und in der Heizung verkeilt. Bei warmem Wetter hilft aber auch sicherlich die Sonne.

Wer noch nie einen Ball gehäkelt hat oder so wie ich besser stricken als häkeln kann, findet bei Elizzza (die gute Fee von Nadelspiel.com) ein tolles Häkelvideo, in dem sie zeigt, wie man Kugeln häkeln kann.

Was macht Ihr so mit Euren Wollresten? Und meint Ihr das geht auch mit Bast oder Paketband? Ich habe nämlich noch zwei Lichterketten übrig, die man mit Solarstecker auf dem Balkon anschließen kann. Ich befürchte nur, dass die Wolle dem Wetter nicht so gut standhalten wird.

 

2 Kommentare

    • Die geht auch buntig 🙂 Klar. Und was das Häkeln betrifft: ich habe drei Lampions gebraucht, bis ich den Dreh raus hatte und das Video von Elizza nicht mehr gebraucht habe. Mir sagen zwar immer alle, Häkeln sei leichter als Stricken aber irgendwie will das nicht in meinen Kopf 😉

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